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29.04.1983 - 

Immer mehr Berührungspunkte mit dem kommerziellen Bereich:

Ikoss setzt auf Expansion mit Turnkey-Systemen

HANNOVER (bi) - Eine Wandlung des bisher vorwiegend technisch-wissenschaftlich orientierten Softwarehauses IKO Software Service GmbH (Ikoss) zum Systemhaus auch für entsprechende Anwendungen mit kommerziellen und administrativen "Berührungspunkten" konstatierte Peter Beyer, geschäftsführender Gesellschafter des seit zwölf Jahren bestehenden Unternehmens, das derzeit zirka 200 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Bestellung der Ikoss über 80 IBM-Serie/1-Rechner - am zweiten Messetag wegen der IBM-Ankündigung neuer Hard- und Software-Komponenten perfekt gemacht - bestätigt diese Aussage; der Auftragswert betrage 28 Millionen Mark. Die Serie/1-Systeme sollen als Turnkey-Lösungen verkauft werden.

Ikoss konnte seinen Umsatz von 16 Millionen 1981 massiv auf 24 Millionen im vergangenen Jahr erhöhen, der Ertrag hingegen nimmt sich mit 0,75 Millionen eher bescheiden aus. Hauptträgerin des Umsatzes war die Ende 1981 von Sperry Univac erworbene Tochtergesellschaft in Aachen. Für das laufende Jahr ist eine Steigerung von 10 Prozent sowohl für den Umsatz wie für Rendite als auch Personal geplant.

Gute Kontakte erwartet sich Beyer von der kürzlich erworbenen VW- und Triumph-Adler-nahen Tochter in Frankfurt. Die frühere Gesellschaft für Software und Marketing mbh - GESMA - soll zunächst die Produktbereiche Software-Konvertierungssysteme und das Konzernkonsolidierungssystem Konsys vertreiben.

Schwerpunkte der Produktion der gesamten Ikoss-Gruppe (Aachen, Frankfurt, Stuttgart) sind derzeit Ingenieurberechnungen, grafische Datenverarbeitung, Automatisierung in der Fertigung und Kommunikation. Als besonders wachstumsstark haben sich die beiden letztgenannten Bereiche erwiesen.

Demonstriert wurde auf dem Stand in Halle 3 unter anderem ein auf Serie/1-Rechnern laufendes Store-and-forward-Kommunikationssystem, Lizenzprodukt der israelischen Manof Systems Ltd. Das MMS/1 genannte System tut sich hervor durch die Integration unterschiedlichster Postdienste sowie von S.W.I.F.T., dem europäischen Bankenkommunikationssystem.

IMI-Hardware für "TRON"

Mit dem kalifornischen Hersteller von Grafik-Hardware IMI, Westlake Village, hat Ikoss eine Kooperation vereinbart; sie wird die Software- und Hardware-Wartung des 3D-Systems von IMI (Computergrafik für Realtime-Simulation und CAD) übernehmen. Gezeigt wurden zur Messe die beachtlichen Möglichkeiten von 3D, zum Beispiel ein Flugsimulationsprogramm von Northrop. Mit IMI-Hardware ist auch der Science-fiction-Trickfilm "TRON" entstanden.

Der Rechner mit 21 Zoll großem Vektor-Refresh-Bildschirm arbeitet sowohl eigenständig mit dem eingebauten Minicomputer (UNIX-Betriebssystem) als auch mit Hilfe von Ethernet im Rechnerverbund (Datenübertragung bis 10 MBaud).

Der Vertrieb wurde von der Interactive Machines Inc. der IMCOS Industrie-Microcomputersysteme-Vertriebs GmbH übertragen.

Wichtiger als Systems

Für Ikoss-Geschäftsführer und -Gesellschafter Beyer ist die Hannover-Messe übrigens der wichtigere Termin als etwa die Systems in München. Die Gespräche verliefen konkreter und dichter an den Abschlüssen . Was die Gesprächspartner anlangt, habe sich ein entscheidender Wandel vollzogen: "Früher hat man es oft mit Hochschulabgängern zu tun gehabt - heute kommen die Vorstände."