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Nachdem Univac die V 77 einstellt, Endscheidung für IBM, DEC und HP:

Ikoss stellt Software auf neue Hardwarebasis

12.11.1982

AACHEN (CW) - "Wir haben definitiv keine Zukunftsangst," erklärte Ikoss-Geschäftsführer Peter Beyer vor der Presse anläßlich des "Einjährigen" der Niederlassung in Aachen, die auf eine gewiß bewegte Vergangenheit zurückblickt. Ende der 60er Jahre als Krantz Computer GmbH gegründet, um den inzwischen fast legendären "Mulby 3" zu fertigen, ging das Unternehmen 1976 an die kalifornische Varian Corporation, die die V 77-Rechnerfamilie einbrachte. Nicht lange danach übernahm Sperry Univac Varian "mit Mann und Maus", so auch den Aachener Betrieb. Seit November vorigen Jahres führt die IKO Software Service GmbH (Ikoss) den früheren Varian-Bereich von Univac in Aachen weiter.

Willi Bannow, Geschäftsführer der Ikoss Aachen, nannte jetzt erstmals Wirtschaftsdaten seines Hauses. So erzielte die Tochter des Stuttgarter Unternehmens im zweimonatigen Rumpfgeschäftsjahr 1981 bereits 1,1 Millionen Mark Umsatz. Für 1982 wird man die erwarteten 8,4 Millionen Mark Umsatz allerdings knapp verfehlen. Ebenso reduzieren wird sich der Gewinn von geplanten 600 000 Mark auf 400 000 Mark. Bisher verbuchte das Unternehmen im laufenden Jahr Umsätze von etwa 5,5 Millionen Mark, für den Rest des Jahres sollen weitere 2,2 Millionen Mark durch Neugeschäfte hereingeholt werden. Als Grund für das Abschneiden bei Umsätzen und Gewinnen nannte Bannow die Aufgabe der V 77-Computer-Serie durch Sperry Univac im Laufe des kommenden Jahres, wodurch Ikoss erheblich investieren mußte, um Software und Sonder-Hardware auf eine neue Basis zu stellen. Man entschied sich inzwischen für Rechner von IBM, Digital Equipment und Hewlett-Packard.

Für 1983 wird von Bannow quantitative wie qualitatives Wachstum prognostiziert, wodurch in Aachen und Stuttgart neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Aachener Mitarbeiterzahl soll beispielsweise von derzeit 56 auf knapp 80 Köpfe anwachsen. Grundsätzlich setzt die Ikoss auf Unabhängigkeit: Zwei Millionen GmbH-Stammkapital seien eigenen Angaben zufolge eine solide Basis dafür; bei der Hardware werde dies durch den Einsatz von nunmehr drei und mehr Rechnern belegt; ebenso kenne die Ikoss keine dominierenden Kunden.

Verdient wird in Aachen laut Bannow mit den Anwendungspaketen "Drops" für die Fertigungssteuerung, "Alfas" für die Personalzeiterfassung und Zugangskontrolle sowie mit "Lager" für die Lagersteuerung und Logistik. Ferner beschäftige sich das Aachener Unternehmen mit der Rechneranwendung in den Bereichen Verkehrs- und Hausleittechnik, aber auch in der Kommunikation. Lorbeer habe man auch in Berlin beim "Vielteilnehmer-Breitband-Dialogsystem" im Feldversuch der neuen Medien Bildschirmtext und Kabelfernsehen erworben.