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08.08.1980 - 

Softlab-PET-Schulung:

Im Dialog mit System und Entwicklern

MÜNCHEN - "Es gibt viel mehr Lernen als Wissen auf der Welt" schrieb Thomas Fuller schon 1732. Lernen ist geistige Arbeit, und deren Effizienz schien seit jeher mäßig. Ein viertel Jahrtausend später zeigten dies auch die geringen Produktionszahlen bei einer sehr modernen Art der geistigen Arbeit, der Software-Entwicklung; dieser Meinung ist jedenfalls Rita Nagel von der Softlab GmbH, München, und daß dies nicht so sein muß.

Der Softwarehersteller Softlab entwickelte das interaktive Programmentwicklungssystem PET/X1150 zur Rationalisierung der geistigen Arbeit. Was lag also näher, als auch die Schulungsveranstaltungen für PET-Benutzer mit dem gleichen Werkzeug zu unterstützen.

PET-Schulung ist unmittelbares Erfahren des Werkzeugs und seiner Möglichkeiten. Dazu wurde ein beträchtlicher Aufwand an Hardware- und Softwareunterstützung erbracht. Am Rechner im Softlab-Schulungszentrum in München verfügt grundsätzlich jeder der höchstens zehn Teilnehmer über sein eigenes Terminal, und dieses kann durch Knopfdruck zwischen zwei Arbeitsweisen umgeschaltet werden: In der einen zeigt es unmittelbar die Vorführungen des Vortragenden, und in der anderen kann der künftige PET-Benutzer selbst interaktiv am System arbeiten. Zur Führung des Teilnehmers während der ersten Schritte gibt es eine Reihe "programmierter Unterweisungen" die in diesem Fall wirklich "programmiert sind: Die Grunddienstleistungen erklärt das PET-Terminal im Dialog selbst.

Hat der Seminarteilnehmer diese Grundlagen verstanden, so tritt das PET-System als "Lehrer" zurück und läßt sich von seinem künftigen Benutzer interaktiv "erkunden". Die PET-Seminarleiter sind sich bewußt, daß es eines der wichtigsten Ziele effizienter Wissensvermittlung ist, dem Teilnehmer zu ermöglichen, seinen eigenen PET-Arbeitsstil zu finden. Und dazu gehört es vor allem, daß er aus dem breiten Angebot der Mittel und Dienste genau die Untermenge herausfindet und einübt, die er bei seinen Problemen, seinen Tätigkeiten und seiner Arbeitsumgebung braucht.

Der Wissensstand der Teilnehmer jedes PET-Seminars ist sehr unterschiedlich. Sicher haben alle EDV-Grundkenntnisse, aber ihre Spezialisierungen weichen sehr stark voneinander ab: Neben System- und Anwendungsprogrammierern sitzen DV-Leiter und Organisatoren, Manager und Arbeitsvorbereiter.

Drei aufeinander aufbauende, Jeweils zwei- bis dreitägige Kurse bietet Softlab an:

- die Grundschulung, die auf Wunsch nach der Systeminstallation auch beim Kunden durchgeführt werden kann und in der diejenigen Kenntnisse vermittelt werden, die der "normale" PET-Benutzer braucht

- die Systemverwalter-Schulung für die Betreuer des Systems und

- die Prozedursprachen-Schulung, welche die höhere Dialogbeschreibungssprache vermittelt, in der die meisten PET-Dienste programmiert sind.

Für diese Schulungsveranstaltungen setzt Softlab grundsätzlich keine "Ausbilder" ein sondern die PET-Systementwickler selbst die ihr System und seine Möglichkeiten nicht nur "von außen" sondern in allen technischen Details kennen. Sicher ist das ein sehr hoher Aufwand doch er scheint sich zu lohnen. Einer der häufigsten Kommentare von Schulungsteilnehmern am Ende der Veranstaltung ist, daß "keine Frage unbeantwortet blieb" - was selbstverständlich sein sollte aber offenbar nicht ist.

Bei einer Schulung die auf dem Dialog mit einem interaktiven System aufbaut, ist es nur "natürlich", daß nicht der Veranstaltungsleiter per Fragebogen die Schlußkommentare einsammelt, sondern PET selbst: In einem ausführlichen Dialog kann der Teilnehmer sowohl Noten zu verschiedenen Aspekten der Veranstaltung als auch seine Meinung in freien Texten eingeben.