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18.12.1981 - 

Deutsche Carbone AG klammerte sich lange an Lochkarten-Organisation:

Im Dialogbetrieb 19 000 Arbeitspläne verwalten

Die Lochkarte spielte als Organisationsmittel bei der Deutschen Carbone AG, Frankfurt, sehr lange eine entscheidende Rolle. Im nächsten Schritt als Arbeitspläne und Stücklisten täglich ausgedruckt werden mußten, wurde ein System /3 von IBM installiert, doch die Lochkarte blieb. Erst Ende 1979 kam eine Anlage mit Dialogverarbeitung ins Haus. Die Umstellung auf eine neue Organisationsform nutzte die Gesellschaft auch gleich zum Herstellerwechsel.

Die Siemens 7.531 besteht auf der Hardware-Seite aus 1024 KB virtuellem Hauptspeicher mit bis zu 8 MB Adreßraum, 2 x 144 und 2 x 72 MB Plattenspeicher, Schnelldrucker mit 600 Zeilen pro Minute, zwölf Bildschirmterminals sowie einer Floppy-Disk-Lesestation und einem Offline-Erfassungsplatz. Einschließlich Betriebssoftware kostet das ganze System 15 000 Mark Monatsmiete.

Zu den Stammdaten kommen jeden Monat durchschnittlich 50 neue Typen hinzu. Insgesamt werden zur Zeit rund 11 000 Stücklisten mit durchschnittlich drei bis vier Positionen und 19 000 Arbeitspläne für Endprodukte und Gruppenteile verwaltet.

In der Auftragsbearbeitung gehen im Tagesdurchschnitt 40 bis 50 Aufträge ein. Die Hauptproblematik besteht in der Bestimmung der richtigen Artikelnummer, die meist vom Kunden nicht mit angegeben wird. Statt dessen schickt dieser nicht selten ein Muster. Ein Artikel-Matchcode über Abmessungen und Materialangaben soll in Zukunft die Arbeit des Sachbearbeiters in diesem Bereich weiter erleichtern.

Die Auftragserfassung und -bearbeitung erfolgt im Dialogverfahren mit Bedienerführung und Menü-Technik. Nach Eingabe der Kundennummer erscheinen sämtliche Kundendaten auf dem Bildschirm. Über die Textdatei in der Datenbank können Sonderinformationen wie spezielle Rabatte, Sonderpreise sowie Ablehnung von Mehr- oder Minderlieferungen erkannt werden.

Nach Eingabe der Artikelnummer und der Menge werden die Artikelstammdaten angezeigt und der Preis automatisch ermittelt. In einer weiteren Realisierungsstufe sollen sofort der Lagerbestand auf die Lieferfähigkeit hin überprüft und mit der Auftragsannahme sogleich die Reservierung vorgenommen werden, sofern es sich um Lagerware handelt.

Ist der Artikel nicht am Lager, erstellt das System eine Bedarfsmeldung mit den Artikelspezifikationen und den gewünschten Terminen. In der Arbeitsvorbereitung wird anschließend der Auftrag für die Produktion eingeplant.

In der Fakturierung schließlich holt sich der Sachbearbeiter über die Kommissionsnummer den jeweiligen Auftrag auf den Bildschirm, stellt fest, ob er komplett ausgeliefert wurde oder Nachlieferungen erforderlich sind und ergänzt ihn durch die Kosten für Verpackung und Porto. Zwischen Auslieferung und Fakturierung liegen zur Zeit ein bis zwei Tage.

Wenn auch noch nicht alle Aufgabengebiete bei der Deutschen Carbone über die EDV-Anlage laufen, so lassen sich doch immerhin einige Verbesserungen gegenüber der alten Organisation erkennen.