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02.04.1982 - 

Controller-lnterfaces, Transceiver, Terminators, Koaxleitungen, Software etc.:

Im Dunstkreis der Ethernet-Kompatibilität

PUCHHEIM (pi) - Stemmer Elektronik hat mit der Vertretung von Interlan ein Ethernet-kompatibles Programm für Local Area Networks in sein Vertriebsangebot aufgenommen. Neben Controllern für DEC LSI-11, DEC PDP-11und Intel-SBC-80-Multibus werden Software und die Systeminstallation angeboten.

Interlan wurde speziell zur Herstellung Ethernet-kompatibler Produkte gegründet und liefert aus einer Hand Controller-Interfaces, Transceiver, Terminators, Koaxleitungen, Software und mechanisches Zubehör.

Das Interlan-System ist nach Herstellerangaben vollmodular konzipiert und soll sehr flexibel sein. Das gesamte Ethernet-Protokoll 1.0 werde von einem einzigen steckbaren Modul Typ NM 10 (Größe: 6,25 Zoll x 10 Zoll) ausgeführt. Dieser Modul sitzt auf allen zur Zeit bestehenden Ethernet-Controllern von Interlan und ist auch für andere Hersteller zum Aufbau eigener Controller erhältlich.

Da das gesamte Protokoll von diesem Modul realisiert werde, könne er mit einem Interface an jeden Bus angepaßt werden. Die Interface-Logic auf dem Controller sei von allen Protokollaufgaben befreit. Der Modul sei im übrigen so konzipiert, daß er sich mit 8- und 16-Bit-Mikroprozessoren betreiben läßt.

Der Protokollmodul sei ferner mit einem Mikroprozessor und großem Pufferspeicher - 16 KB für Empfang, 2 KB für Sendung - ausgestattet, so daß alle Netzwerkkooperationen von ihm ausgeführt werden könnten, ohne den Host-Computer zu belasten. Ein Selftestprogramm ist in einem ROM gespeichert und - kann beim Einschalten der Spannung oder per Software aufgerufen werden. Fernerhin steuert der Mikroprozessor das Ethernet-Interface, Buffer-Management, Selektieren von Multicast-Adressen (Gruppenadressen), Sammeln von Netzwerkdaten. Mit diesem Protokollmodul wurden bisher drei Controller aufgebaut: NI 1010 für DEC-PDP-11,NI 2010 für DEC-LSI-11/2/23, NI 3010 für Intel-SBC80-Multibus. Der Unibus-Controller belegt einen HEX-Slot, der Q-Bus-Controller zwei Quad-Slots (jedoch nur eine Bus-Load) und der Multibus-Controller einen Slot.

Der Zutritt zum Ethernet wird durch Carrier Sense Multiple Access mit Collision Detect (CSMA/CD) geregelt. Nach diesem Mechanismus können alle Knoten gleichzeitig senden, wenn kein Träger auf dem Ethernet-Kabel liegt. Sollten zwei oder mehrere Knoten tatsächlich zur gleichen Zeit senden, dann unterbrechen sie, so erzählt der Distributor, die Übertragung durch Collision Detect und bereiten sich auf eine erneute Übertragung der gesamten Information vor.

Die Interlan-Controller versprechen volle DMA-Fähigkeit zu liefern. Der On-board-Buffer von 16 KB für Datenempfang erlaube es, nicht nebeneinanderliegende Speicherbereiche zu linken und so ein kompaktes Ethernet-Paket zu generieren, das den Speicher optimal ausnutzt. Gleichfalls erlaube dieser Buffer, die Controller an einer Position im Bus einzuschieben, der dem zu erwartenden Datenverkehr entspricht. Es sei nicht erforderlich, ihnen eine hohe Priorität zu geben. Selbst bei Hochleistungsanwendungen könnten die Controller mit der vollen Ethernet-Datenrate (10 MB) arbeiten. Der CPU-Overhead bleibe dabei auf ein Minimum beschränkt.

RT 11-, RSX 11 und VMS-Handler sind für Q- und Unibus-Controller lieferbar.

Informationen: Stemmer Elektronik, Nordendstr. 7, 8039 Puchheim bei München, Telefon 089/806061.