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02.05.1975 - 

US-Studie über System-Analytiker

Im Durchschnitt 40 000 Mark:

MÜNCHEN/CLEVELAND - Stellen bundesdeutsche System-Analytiker ihre Führungsqualitäten im Gegensatz zu ihren amerikanischen Kollegen zu sehr unter den Scheffel?

Fest steht, daß von den etwa 22 700 derzeit in der Bundesrepublik beschäftigten System-Analytikern - das sind 9,8 Prozent der insgesamt rund 232 000 DV-Fachkräfte nur zirka 1700 zur Führungsmannschaft zu zählen sind. Dagegen hat eine Repräsentativumfrage der US-Association for Systems Management (ASM) unter anderem zu folgendem Resultat geführt: Etwa 74 Prozent der über 4000 ausgewählten beziehungsweise befragten amerikanischen System-Analytiker berichten direkt an ein Mitglied der Geschäftsleitung in Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Banken, Versicherungen, Handel, Gewerbe und öffentlicher Dienst. Etwa 50 Prozent der Befragten fungiert auf Manager-Ebene, nur etwa 23 Prozent nehmen eine reine Fachfunktion als Systemanalytiker ein. Die ASM sieht darin eine Bestätigung für ihre Annahme: Obwohl in den US-Betrieben die Abteilungen Systemanalyse kaum mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigten, "zählen sie zu den einflußreichsten Teams innerhalb der Unternehmen". Diese Gewichtung sei auch auf den zunehmenden Einsatz der Datenfernverarbeitung zurückzuführen.

Versucht man, die weiteren Ergebnisse dieser US-Studie in Bezug auf Durchschnittsgehälter, Berufserfahrung und fachliche Vorbildung - soweit dies möglich ist - mit der gegenwärtigen Situation der bundesdeutschen System-Analytiker zu vergleichen, dann muß man bei allen Vorbehalten für teilweise differierende Gegebenheiten feststellen: Die US-Kollegen "kochen auch nur mit Wasser", "verkaufen" sich aber innerhalb der Firmenhirarchien offensichtlich besser als ihre Kollegen in der Bundesrepublik.

Vorbildung, Berufserfahrung, Gehälter

So kommt die amerikanische Repräsentativ-Umfrage zu dem "frappierenden" Schluß, daß - abgesehen sehen von branchenbezogenen und regionalen beziehungsweise geographischen Gesichtspunkten - die Höhe der Gehälter weitgehend von der Berufserfahrung und von der Vorbildung abhänge. 28 Prozent der Befragten hätten einen Magister - oder Doktorgrad erworben, 26 Prozent würden einen entsprechenden akademischen Titel anstreben. Im Vergleich dazu die bundesdeutschen Quoten: 44,5 Prozent aller System-Analytiker können einen Hochschulabschluß vorweisen.

Die Altersgruppen zwischen 40 und 60 Jahren, die überwiegend mit College-Ausbildung, beziehungsweise mit akademischer Vorbildung, würden Spitzen-Saläre einstreichen. Laut ASM-Angaben liegt der derzeitige höchste Durchschnittswert bei zirka 25 000 Dollar, etwa 57 500 Mark.

Geht man von der Voraussetzung aus, daß an komplexen Anlagen mit einem monatlichen Mietwert über 100 000 Mark (die ja nur bei Großanwendern im Einsatz sind) erfahrungsgemäß die meisten bundesdeutschen System-Analytiker mit Hochschulbildung arbeiten, dann brauchen sich diese mit ihren Durchschnittsgehältern nicht zu verstecken: Der derzeitige Richtwert für die Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren liegt bei 44 180 Mark, - für die Altersgruppe ab 50 Jahre und älter bei 48 130 Mark. In vielen Fällen dürften jedoch Könner mit langjähriger Berufspraxis ihr unentbehrliches Know-how in höhere Münze umsetzen lassen, so daß deren Gehälter annähernd US-Verhältnisse erreichen.

Während 90 Prozent der US-Befragten ihr gegenwärtiges Einkommen mit "mindestens" 15 000 Dollar, etwa 34 500 Mark, angaben, würden rund zehn Prozent weniger als 10 000 Dollar, etwa 23 000 Mark, per anno verdienen. Im Vergleich dazu der unterste bundesdeutsche Durchschnittswert von 29 220 Mark, der auf die Altersgruppe bis zu 24 Jahren an Anlagen über 100 000 Mark monatlichen Mietwert

zutrifft.