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11.06.1982 - 

Nixdorf hat Geldausgabeautomaten-Software schritthaltend mit der Diskussion weiterentwickelt:

Im Endstadium haben wir das SB-Geldinstitut

FRANKFURT (je) - Nachdem die Diskussion über die Voraussetzungen für institutsübergreifende Geldausgabeautomatensysteme abgeschlossen ist und entsprechende Richtlinien und Vereinbarungen vorliegen, können die Inhaber von eurocheque-Karten mit Magnetstreifen an sämtlichen Automaten, die mit dem ec-Zeichen versehen sind, Abhebungen tätigen. So konstatiert es das Haus Nixdorf.

Für Nixdorfs in Frankfurt ansässige "Vertriebsleitung Deutschland Geldinstitute und Privatversicherungen" erläutert Peter Bauditz, Nixdorf habe diese Diskussion aufmerksam verfolgt und schritthaltend die Entwicklung solcher Systeme vorangetrieben. Insbesondere verweist Bauditz auf die hohen Sicherheitsanfor-

derungen dieser Systeme, die sich nicht nur in Hardware und Software, sondern auch bis in die Organisation hinein auswirkten.

Die von Nixdorf mittlerweile entwickelte Standardsoftware erfüllt nach Bauditz' Darstellung alle geforderten Merkmale. An erster Stelle zählt er die Sicherheitsmerkmale auf, die für einen institutsübergreifenden Betrieb notwendig seien. So werde eine Sperrdatei geführt, die in der Lage sei, alle gesperrten ec-Karten aufzunehmen; die Manipulation oder Fälschung von Karten werde durch spezielle Prüfmerkmale auf der ec-Karte und Transaktionsdateien verhindert.

Eine Geheimnummer erkenne zuverlässig die Benutzungsberechti-

gung des Karteninhabers und sei danut als Unterschriftersatz anzusehen.

Neben dieser Auszahlungsmöglichkeit für "Fremdkunden" einer Bank bietet die Nixdorf-Software einige weitere Funktionen: So können über Bankleitzahl Institute definiert werden, für die eine Einschränkung der Verfügung auf eine einmal tägliche Abhebung von 300 Mark nicht gegeben ist. Inhaber solcher Karten können individuelle Verfügungszeiträume und -beträge eingeräumt erhalten.

Funktionen wie Deposit, Scheckformularbestellungen und Eingabe von Beratungswünschen lassen sich nach Bauditz' Angaben mit "autonomen" Systemen betreiben. Für Onlinesysteme wird die Funktion Kontoabfrage angeboten; die Ausgabe eines Kontrollauszuges ist möglich.

Das Softwarepaket besteht zu einem großen Teil aus, wie Bauditz formuliert, "Randprogrammen", die zur Verwaltung und Steuerung des Automaten dienen. Sie reichen von Sperrerfassungsprogramrnen bis hin zu Abfrage-/Überwachungsfunktionen des Automaten.

Mit dem derzeit erreichten Softwarestand, faßt Bauditz zusammen, können einzelne Systeme oder größere Netze von Automaten installiert werden. Der modulare Aufbau der Software und ihre Parametrisierbarkeit sollen Flexibilität zur Integration auch in vorhandene Netze gewährleisten.

Nixdorfs Zielvorstellung bei der Entwicklung weiterer Softwarefunktionen ist nach Bauditz' Worten ein

"Selbstbedienungszentrum für Geldinstitute".