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26.01.1996 - 

Ergebnis liegt ueber den Erwartungen

Im ersten Halbjahr verdient Microsoft eine Milliarde Dollar

Auch die Ergebnisse des zweiten Quartals des laufenden Geschaeftsjahres uebertrafen die Erwartungen. Microsoft erzielte einen Rekordgewinn von 575 Millionen Dollar. Der Umsatz wuchs um 48 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Im Quartalsbericht heisst es, die Nachfrage nach den 32-Bit-Betriebssystemen Windows 95 und Windows NT steige kontinuierlich.

Die deutsche Tochter Microsoft GmbH aus Unterschleissheim bei Muenchen habe mit dieser positiven Entwicklung Schritt halten koennen, erklaerte ihr Geschaeftsfuehrer Christian Wedell. Hierzulande sind Microsoft-Angaben zufolge eine Million Lizenzen von Windows 95 an Endkunden verkauft worden.

Nach Meinung von Analysten konnte das urspruenglich mitgeteilte Absatzziel von 30 Millionen Exemplaren bis zum Jahresende 1995 nicht erreicht werden. Tatsaechlich seien weltweit erst 17 bis 20 Millionen Pakete verkauft. Die nach anfaenglicher Euphorie nachlassenden Verkaeufe von Windows 95 konnten den Ergebnissen offenbar wenig anhaben, so die Analysten weiter.

Im OEM-Geschaeft mit PC-Anbietern verbuchte Microsoft mit 672 Millionen Dollar 75 Prozent hoehere Einnahmen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf 65 Prozent aller ausgelieferten PCs werde Windows 95 installiert. Zum Start im August waren es Microsoft zufolge noch rund 55 Prozent.

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Unternehmenszahlen stieg der Kurs der Microsoft-Aktie um 4,9 Prozent. Der Gewinn uebertrifft mit rund 87 Cent pro Stueck die Erwartungen der Analysten von 84 Cent.

Microsoft hat im ersten Halbjahr 24 Prozent seines Umsatzes in Europa, 33 Prozent in den USA und 14 Prozent im uebrigen Ausland erzielt. Das Geschaeft mit OEMs brachte 29 Prozent der Konzerneinnahmen.

Um seine Position im wachsenden Markt von Multimedia-Diensten sowie Autoren-Tools fuer die Web-Entwicklung des Internet zu staerken, hat Microsoft mit der Vermeer Technologies Inc. einen Spezialisten fuer Internet-Software gekauft (siehe Seite 4). Darueber hinaus habe man mit dem Fernsehunternehmen NBC einen interaktiven Informationsdienst gegruendet. Dem anhaltenden Trend folgend, Software auf CD-ROMs auszuliefern, entliess das Unternehmen 120 seiner Mitarbeiter aus einem Produktionswerk fuer Floppy-Disks.