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31.05.2007

Im Fokus: Biometrie in Deutschland

Explosionsartiges Wachstum trauen Roland Berger Strategy Consltants und der Branchenverband Bitkom biometrischen Techniken zu. Systeme, um Menschen anhand körperlicher Merkmale wie Fingerabdruck, Gesichtsform, Iris, Stimme oder Handgeometrie zu erkennen, waren im vergangenen Jahr für einen Umsatz von 120 Millionen Euro gut. Bis 2010 soll sich der Markt auf 300 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die wichtigste Technologie bleibt das Fingerabdruck-Scanning. Außerdem soll der Marktanteil der Gesichtserkennung von derzeit 22 Prozent auf dann 30 Prozent ansteigen.

Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bitkom, sieht vor allem auf dem Bankensektor und im Einzelhandel Einsatzmöglichkeiten für Biometrie. Banken könnten die Authentifizierungsverfahren beispielsweise bei Geldautomaten, Internet- und Telefonbanking oder dem kartenbasierenden Zahlungsverkehr einsetzen. Im E-Commerce ließe sich außerdem die Identität von Online-Zahlungen überprüfen. Während Ausweise oder Paßwörter schnell vergessen, gestohlen oder gefälscht werden können, sind Fingerabdruck, Iris, Gesicht und Stimme untrennbar mit der Person verbunden.

Derzeit stellen knapp 100 deutsche Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten biometrische Produkte her oder befassen sich mit der Systemintegration. "Die deutsche Biometriebranche genießt international einen guten Ruf und ist bei der Gesichtserkennung weltweit führend", sagt Harms. Da die Branche in Deutschland jedoch im internationalen Vergleich eher mittelständisch geprägt ist, mangele es häufig an Finanzmitteln für Forschung, Entwicklung und internationale Vermarktung. Laut Bitkom wäre zudem eine Bündelung der Forschungsaktivitäten des Innen-, Wirtschafts- und Forschungsministeriums sinnvoll, um so Koordinationsprobleme und Reibungsverluste zu vermeiden.