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28.07.2008

Im Fokus: Das Fernsehen braucht das Internet

Das Internet verändert die Gewohnheiten, Video-inhalte zu konsumieren und mit anderen zu teilen. Deshalb rät das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner Fernsehproduzenten, das Netz einzubeziehen, um die Kontrolle über Inhalte, Zuschauer und Werbeumsätze nicht aus der Hand zu geben. Das bedeutet auch, neue Kanäle wie Social Networks zu integrieren, um das Engagement und die Interaktion der Zuschauer zu erhöhen und damit die Reichweite des Fernsehens zu ver-größern.

"Die TV-Industrie sieht das Internet traditionellerweise als Bedrohung an und ringt mit den dadurch entstehenden Problemen", so Adam Daum, Research Vice President bei Gartner. "Piraterie und der steigende Konsum von Amateurbeiträgen auf Kosten von professionell produzierten Videos sind für Fernsehproduzenten Grund zur Sorge." Zudem hätten die Sender damit zu kämpfen, dass gerade junge Leute immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken wie MySpace verbringen und damit mögliche Werbeeinnahmen im Internet verloren gehen.

Es sei zudem nicht abzusehen, dass das Interesse an Online-Videos abflaut. Darüber hinaus nimmt das Angebot an Inhalten ständig zu. Diese werden ferner immer häufiger nicht mehr nur von den herkömmlichen Sendeanstalten angeboten. Das Fernsehen hat deshalb, schreibt Gartner, gar keine andere Wahl, als das Internet als Chance zu begreifen.

Gartner sieht dabei gleich mehrere Vorteile, die Fernsehen via Internet bietet: So werde sich die Mundpropaganda durch das World Wide Web verstärken. Zudem entständen ganz neue Formen des viralen Marketings im Netz. Virales Marketing kann man als moderne Art der Schleichwerbung in Blogs und Foren bezeichnen. Die Fernsehindustrie könne das Internet ferner nutzen, um neue Formate, Pilotsendungen und andere Vorhaben vorab zu testen und zu verbessern und hierfür viele Zuschauer zu erreichen.

Gartner-Analyst Daum sagt, künftig müsse das Internet als Bestandteil einer Fernsehsendung gesehen werden. Herkömmliche Sendungen müssten mit sozialen Netzwerken verknüpft werden. (jm)