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03.03.2006

Im Fokus: Der deutsche ERP-Markt

Die Marktforscher von IDC haben den deutschen Markt für Business-Software untersucht und festgestellt: Während Mittelständler investieren, halten Großkonzerne ihre Geldbörsen geschlossen. Für das laufende Jahr rechnen die Analysten mit einem Marktvolumen von etwas über zwei Milliarden Dollar im deutschen ERP-Markt (Enterprise Resource Planning). Das entspräche einem Plus von knapp 4,4 Prozent im Vergleich zu 2005.

IDC-Analyst Frank Naujoks sieht Anzeichen dafür, dass die großen Softwarehäuser die Zeichen der Zeit erkannt haben und nun kleinere und mittlere Unternehmen verstärkt ins Visier nehmen. Anbieter wie SAP und Oracle hätten bereits verschiedene Mittelstandsinitiativen gestartet, um weitgehend standardisierte Lösungen im Markt zu platzieren. Die Anbieter versprechen kleine Preise und kurze Implementierungszeiten.

Damit treffen sie nach Ansicht von Naujoks durchaus die Anforderungen dieser Klientel. Ihr gehe es vor allem um kurze Projektlaufzeiten und geringe Gesamtkosten, zumal ihr finanzieller und personeller Spielraum begrenzt sei. Allerdings könne ein fehlgeschlagenes ERP-Projekt auch die Existenz der gesamten Firma in Frage stellen.

Der IDC-Mann sieht praktische Probleme: Meistens seien die großen Softwarekonzerne nicht in der Lage, die individuellen Anforderungen des Mittelstands zu berücksichtigen. Auch eine standardisierte ERP-Lösung müsse die firmen- und branchenspezifischen Prozesse eines Betriebs abbilden können. Zudem komme es sehr auf die richtige Ansprache an. Letztendlich hänge alles davon ab, ob es den großen ERP-Anbietern gelinge, diese Klientel über mittelständische Partner zu erreichen. Diese könnten die einzelnen Lösungen branchenspezifisch anpassen und als Ansprechpartner vor Ort dienen. (ba)