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10.01.2005

Im Fokus: Der Linux-Markt

Eine anhaltend starke Nachfrage nach Linux- Hardware und -Software erwarten die Analysten von IDC, die im Auftrag der Open Source Development Labs Untersuchungen anstellten. Im Jahr 2008 werde der Markt für Linux-basierende Desktops, Server und Anwendungssoftware weltweit ein Volumen von 35,7 Milliarden Dollar erreichen. Das durchschnittliche Wachstum pro Jahr liege bei 25,9 Prozent.

Am rasantesten, so hatte IDC schon vor einiger Zeit prophezeit, soll das Segment der Linux-Server zulegen: Die jährliche Wachstumsquote liege bis 2008 bei durchschnittlich knapp 90 Prozent, der Gesamtwert des Marktes werde dann 9,1 Milliarden Dollar betragen. Die Marktforscher trugen in einer zweiten Kalkulation der Tatsache Rechnung, dass Linux häufig als Zweitsystem zum Einsatz kommt - beispielsweise in virtualisierten Server-Umgebungen oder wenn Rechner auf Basis des Open-Source-Systems neu eingerichtet werden. Einschließlich dieser Zahlen liege das Marktvolumen 2008 mit rund elf Milliarden Dollar noch höher.

Die Analysten prognostizierten auch dem Markt für Anwendungs- und Infrastruktursoftware ein kräftiges Wachstum. Das Gesamtvolumen werde 2008 etwa 14 Milliarden Dollar betragen, das durchschnittliche Jahreswachstum bei 44 Prozent liegen.

Insgesamt 42,6 Millionen PCs sollen 2008 unter Linux im Einsatz sein, damit werde das quelloffene System seinen Marktanteil von derzeit drei Prozent auf sieben Prozent ausbauen. Bis 2008 sollen rund 17 Millionen Linux-PCs neu angeschafft oder aufgesetzt werden, das entsprechende Marktvolumen liege bei zehn Milliarden Dollar. IDC geht davon aus, dass in Europa und dem Großraum Asien/Pazifik die Akzeptanz von Desktop-Linux weiter größer sein wird als auf dem amerikanischen Kontinent. Während dort die Marktdurchdringung nur vier Prozent erreichen soll, werde sie in Europa und Asien bei rund neun Prozent liegen.

Erst im Juli letzten Jahres hatte hingegen Gartner vor einer zu großen Desktop-Linux-Euphorie gewarnt. Viele PCs würden zwar mit Linux-System gekauft, weil die Preise oft günstiger seien, dann aber von den Anwendern mit einem Windows-System nachgerüstet. Im vergangenen Jahr seien fünf Prozent aller PCs mit Linux ausgeliefert, aber nur 3,5 Prozent mit Linux benutzt worden. (hv)