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28.11.2005

Im Fokus: Gefährlicher E-Mail-Verkehr

Ein Viertel aller E-Mails, die in Unternehmen verschickt werden, sind persönlicher Natur. Nahezu drei von vier Mitarbeitern versenden vom Arbeitsplatz aus gelegentlich Photos, Videoclips oder Witze. Das sind Ergebnisse einer gemeinsamen Untersuchung des amerikanischen Marktforschungsunternehmens The Radicati Group und des auf E-Mail-Sicherheit spezialisierten Anbieters Mirapoint Inc. Der Umfrage liegen 363 Interviews mit E-Mail-Nutzern in Firmen zugrunde.

Eine unmittelbare Bedrohung für Arbeitgeber stellen die zwölf Prozent der Beschäftigten dar, die via E-Mail Musikdateien im Unternehmen verteilen und illegale Online-Tauschbörsen nutzen. Abgesehen von der Tatsache, dass sie Server-Platz und Netzkapazitäten blockieren, schaffen sie erhebliche rechtliche Risiken, sofern sie gegen Copyrights verstoßen.

Schon im April hatte die Radicati Group veröffentlicht, dass ein Drittel aller eingehenden E-Mails in Unternehmen der Kategorie Spam zuzuordnen ist. Deshalb schließen die Marktforscher aus beiden Umfragen zusammen, dass mehr als die Hälfte des E-Mail-Verkehrs in Unternehmen nichts mit geschäftlichen Belangen zu tun hat.

Mirapoint-Manager Craig Carpenter warnt davor, dass auch der scheinbar tolerable Versand von Photos und Videos unter Mitarbeitern Risiken birgt. Es könne zu Rechtstreitigkeiten kommen, wenn die Inhalte diskriminierender oder pornografischer Natur seien.

In 25 Prozent der Fälle, so die Studie weiter, leiten Mitarbeiter geschäftliche E-Mails an ihre privaten Konten weiter, 62 Prozent versenden gelegentlich Botschaften mit Business-Bezug von ihren privaten E-Mail-Adressen aus. Auch diese Werte halten die Marktforscher für alarmierend: Wenn berufliche Inhalte von privaten Accounts aus verschickt würden, sei eine Kontrolle seitens des Unternehmens ausgeschlossen. Diese könne im Rahmen der verschärften Regeln zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (Compliance) aber nötig werden. Außerdem werde so Industriespionage begünstigt. (hv)