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11.12.2006

Im Fokus: Gesundheitsgefährdung durch Handys

Die Sorge, durch Mobilfunkstrahlung Krebserkrankungen zu erleiden, ist in Deutschland weit verbreitet. Diese Befürchtung entkräftet nun eine Studie, in der die Krebsrate von 420 095 dänischen Handy-Besitzern ausgewertet wurde. "Wir konnten keinen Unterschied zwischen jahrelangen Handy-Nutzern und dem statistischen Durchschnitt sehen", sagte Joachim Schüz vom Institut für Krebsepidemiologie in Kopenhagen der "Süddeutschen Zeitung".

Die Probanden telefonierten sämtlich im Zeitraum zwischen 1982 und 1995 mit dem Mobiltelefon. Bei ihnen ließen sich bis zum Jahr 2002 genau 14 249 Krebserkrankungen feststellen. Für eine Bevölkerungsgruppe dieser Größenordnung wären den Statistikern zufolge mindestens 15 000 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Schüz macht darauf aufmerksam, dass besonders die frühen Handy-Nutzer zu den Besserverdienenden gehörten, die im Durchschnitt gesünder lebten und daher generell ein geringeres Krebsrisiko aufwiesen.

Die Daten bestätigen die vorläufigen Ergebnisse der internationalen Interphone-Studie, an der sich 13 Länder beteiligen. Otto Petrowicz, Koordinator eines Strahlungsforschungsprojekts an der Technischen Universität München, sagte der Zeitung: "Das Gesamtergebnis liegt zwar noch nicht vor, aber die Berichte aus den einzelnen Ländern deuten ebenfalls nicht auf ein erhöhtes Tumorrisiko für Handy-Nutzer hin."

Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass ihnen Vergleiche mit Menschen fehlen, die noch nie der elektromagnetischen Strahlung von Funktelefonen und Sendeeinrichtungen ausgesetzt waren. Solche "Null-Exponierten" gebe es in unseren Breiten praktisch nicht mehr. Deshalb könne nur zwischen starken Nutzern und Gelegenheits-Telefonierern differenziert werden. Aber auch da ließen sich "keine relevanten Unterschiede" feststellen. (hv)