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08.01.2007

Im Fokus: Hardwarefresser Vista

Die Marktforscher von iSuppli haben sich mit der Frage beschäftigt, welche Hardwareanforderungen der Wechsel von Windows XP auf Vista stellt. Sie empfehlen für Desktops entweder einen Dual-Core-Prozessor mit 2 Gigahertz oder einen Single-Core-Chip mit 3 Gigahertz. So ausgestattet, könnten Anwender auch auf künftige Vista-Upgrades sowie auf ressourcenfressende Anwendungen angemessen reagieren. Die Prozessoren von Notebooks sollten mit mindestens 1,5 Gigahertz getaktet sein - egal ob es sich um Single- oder Dual-Core-Modelle handelt.

Grundsätzlich sind laut iSuppli die heutigen Dual- und Quad-Core-Prozessoren besser für den Vista-Einsatz gewappnet als Modelle mit nur einem Rechenkern. Wer sich für Intels Core 2 Duo entscheide, benötige allerdings nicht die teure Highend-Variante E6700. Der nicht einmal halb so teure Lowend-Chip E6400 reiche völlig aus.

Zur Hauptspeicher-Ausstattung sagen die Analysten, die heute weit verbreiteten DRAMs mit Kapazitäten von 512 MB oder 1 GB seien - anders als von Microsoft behauptet - kaum ausreichend. Eine realistische Speicherkonfiguration liege in der Größenordnung von 1 bis 2 GB. Vor allem Unternehmen sollten daran denken, ihre Rechner so auszustatten, dass sie auch für künftige Anforderungen gerüstet seien.

Neben Prozessor und Hauptspeicher ist die Grafikhardware ein wesentlicher Kostenpunkt beim Vista-Upgrade. Das neue Betriebssystem enthält die dreidimensionale grafische Benutzerschnittstelle "Aero", die jedoch bei Bedarf abgeschaltet werden kann. Anwender arbeiten dann mit einer Oberfläche, die der von Windows XP optisch nahekommt. Wer Aero nutzen möchte, sollte nicht an der Grafikkarte sparen und ein fortgeschrittenes Modell zum Preis von mindestens 100 Dollar kaufen. Allerdings gibt es auch erste PC-Modelle mit neuen Chipsets, die eine Aero-taugliche Grafik enthalten. (hv)