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07.02.2006

Im Fokus: Linux in Deutschland

Linux ist in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch, so belegt die Studie "Der deutsche Markt für Linux und Open Source", die nun in einer neuen, vierten Version vorliegt. Wie der Herausgeber Techconsult aus Kassel feststellt, setzt mittlerweile jedes dritte deutsche Unternehmen auf Linux als Server-Betriebssystem. Dagegen haben nur acht Prozent Erfahrungen mit dem quelloffenen System auf dem Client gesammelt. Die Untersuchung stützt sich auf eine Umfrage unter 1185 Firmen, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Marktforscher berichten von einem starken Interesse an Linux-Clustern auf der Basis von Blade-Servern. Im vergangenen Jahr seien in mittleren und großen Unternehmen diesbezüglich eine Reihe von Evaluierungs- und Testszenarien abgeschlossen worden. Generell habe sich Linux vor allem auf Web-, Security- sowie File- und Print-Servern etabliert. Auch auf Highend-Datenbank- sowie Applikations-Servern für betriebswirtschaftliche Software habe das System - nicht zuletzt dank des Engagements von Anbietern wie SAP und Oracle - großes Potenzial.

Client-seitig kommt Linux vor allem bei Telekommunikations-Unternehmen und im Handel zum Einsatz. Laut Techconsult fällt auf, dass das Betriebssystem in "homogenen Client-Applikations-Infrastrukturen bestehende Terminal Stations" ersetze. Auf dem "Produktiv-Desktop" sei es dagegen wenig gefragt. Es fehle an einer genügend großen Basis an Open-Office-Installationen sowie an Linux-fähigen Branchenlösungen. Hierzu zählen die Hessen etwa Konstruktionssoftware für die Industrie, spezielle Finanzapplikationen oder auch Fachanwendungen für die öffentliche Hand.

Den Markt für Linux- und Open-Source-Dienstleistungen schätzt Techconsult in diesem Jahr auf 126 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 41 Prozent gegenüber 2005. Nachfrage gebe es vor allem bei einschlägigen Dienstleistungen. Entsprechend würden führende Anbieter wie Novell, Red Hat und IBM ihr Angebot anpassen. (hv)