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Im Fokus: Marketing via Web

29.04.2005

Spätestens nachdem Google und Yahoo ihre jüngsten Quartalszahlen veröffentlicht haben, dürfte klar geworden sein, dass Werbung im Internet boomt. Im vergangenen Jahr stieg nach Angaben des Interactive Advertising Bureau (IAB) allein auf amerikanischen Websites das Anzeigenvolumen um 33 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar - das sind sogar 20 Prozent mehr als im Rekordjahr 2000. In diesem Jahr soll abermals eine Steigerung um 33,7 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar erzielt werden.

Das Geschäft mit bezahlten Suchergebnissen, Banner- und Videowerbung oder Kleinanzeigen brummt, doch das ist erst der Anfang. Die Zukunft gehört dem so genannten Behavioral Marketing. Das Prinzip: Je nach Surfverhalten bekommt der Internet-Nutzer Werbung angeboten. Wer sich beispielsweise über Autos, Unterhaltungselektronik oder Banken schlau macht, sieht später auf einer Website wie Yahoo oder der lokalen Tageszeitung Werbung vom örtlichen Autohändler, Elektronikmarkt oder Geldinstitut. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Annoncen angeklickt werden, ist um ein Vielfaches höher, als wenn Reklame nach dem Zufallsprinzip platziert würde. Diese Form der Werbung dürfte weiteren Rückenwind erhalten, wenn sich lokalisierte Suche auf breiter Ebene durchsetzt.

Doch wie kommen die Werber an die Daten? Zum Teil geben die Surfer sie freiwillig heraus, weil sie lieber auf ihre Interessen zugeschnittene Werbung erhalten als anonyme Massenware. Zum anderen gelangen aber auch immer mehr Tracking-Technologien auf den Markt, mit denen "Profiler" den Surf-Wegen und damit auch den Vorlieben von Internet-Benutzern nachspüren. Selbst wenn der Name des Web-Besuchers unbekannt ist, können Daten wie IP-Adresse, Alter, Geschlecht oder geografische Lokalisierung inzwischen doch oft ermittelt und mit den Surf-Interessen abgeglichen werden. (hv)