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26.10.2006

Im Fokus: Offshoring

Über das Thema "Internationalisierung von IT-Dienstleistungen" sind laut Berlecon Research, Berlin, viele Mythen im Umlauf. Beispielsweise sei das Vorurteil, wonach IT-Dienstleister im Vergleich zu anderen Servicesegmenten überdurchschnittlich stark von der Globalisierung betroffen sind, nicht zu halten. Mit Verweis auf Zahlungsbilanzen von Bundesbank und Eurostat aus dem Jahr 2004 weist Berlecon darauf hin, dass Transport-, Finanz- und Ingenieurs-Dienstleistungen zum Teil wesentlich höhere internationale Handelsvolumina aufweisen. Auch der Vergleich von Import- und Exportaktivitäten in den einzelnen Dienst-leistungssektoren in Deutschland zeige, dass die IT-Services-Branche eher am unteren Ende rangiere.

Dass asiatische IT-Dienstleister besonders intensive Geschäftsbeziehungen zu deutschen Unternehmen unterhalten, stimme ebenfalls nicht. Mehr als die Hälfte des grenzüberschreitenden Handels mit IT-Dienstleistungen, an denen deutsche Unternehmen als Anbieter oder Nachfrager beteiligt sind, finde innerhalb der EU statt. Neben den EU-Ländern zählten die USA zu den wichtigsten Handelspartnern für Deutschland: Nahezu ein Viertel des IT-Service- volumens, das hiesige Firmen im Jahr 2004 importierten, kam aus den Vereinigten Staaten. Dagegen beliefen sich die Einfuhren an IT-Diensten aus Asien (inklusive China und Indien) auf weniger als zehn Prozent.

Ein drittes Vorurteil handelt von Deutschland als reinem Importland von IT-Diensten. Services würden nicht ausgeführt, weil die Löhne zu hoch, die Ausbildung zu schlecht und die Infrastruktur veraltet seien, so die vorherrschende Meinung. Tatsächlich war jedoch die Zahlungsbilanz Deutschlands bei den IT-Dienstleistungen nahezu ausgeglichen, rechnet Berlecon vor. Gegenüber Asien zeigte sich sogar ein deutlicher Exportüberschuss. Einen Importüberschuss gebe es - der Niedriglohndebatte zum Trotz - eher gegenüber Hochlohnländern wie Großbritannien, den USA und Irland. (jha)