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15.01.2007

Im Fokus: TK-Carrier

Laut Gartner müssen sich TK-Konzerne auf magere Zeiten einstellen. Der weltweite Markt für TK-Dienste, der immerhin 80 Prozent des gesamten TK-Marktes ausmache, werde künftig langsamer wachsen: Betrug das Volumen im vergangenen Jahr weltweit 1,3 Billionen Dollar, sollen es 2010 rund 1,5 Billionen sein. Da die Wachstumsregionen in den aufstrebenden Ländern Asiens und Südamerikas überdurchschnittlich zulegen, dürfte die Dynamik in Europa und Nordamerika nachlassen.

Um Umsatzeinbußen im traditionellen Kerngeschäft, insbesondere der Festnetztelefonie, zu kompensieren, werden sich die Carrier neuen Märkten zuwenden, allen voran dem Medien- und dem IT-Sektor. Dafür gibt es schon erste Beispiele: Telecom Italia hat Abkommen mit den Medienkonzernen Fox, MGM und Sony geschlossen, um Content über Breitbandkanäle anbieten zu können. SK Telecoms hat Südkoreas größtes Musik-Label YBM Seoul Records gekauft und bietet nun ebenfalls Inhalte an. Gartner ist allerdings davon überzeugt, dass solche Diversifikationsversuche in den meisten Fällen scheitern werden. Die Carrier hätten in der Regel zu wenig Erfahrung und zu schlechte Informationen über ihre Kunden, als dass sie hier mit neuen Angeboten Umsatz generieren könnten.

Den Empfehlungen der Analysten zufolge sollten die Telcos erst einmal die Profitchancen in der vorhandenen Kundenbasis ausschöpfen, anstatt riskante Abenteuer auf unbekanntem Terrain zu suchen. Zwei Szenarien böten sich TK-Konzernen, die das Beste aus ihrer vorhandenen Kundenbasis herausholen wollten: "Die erste Option ist es, die Aktivitäten im Access-Bereich zu verbessern und ein reiner Connectivity-Provider zu werden", empfiehlt Analyst Nick Jones. Die Alternative zu einer solchen "exzellenten Bit-Pipe" könne die Konzentration auf Internet-basierende Services sein. Carrier könnten den Zugang zu allen Formen von Internet-Content verbessern. (hv)