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08.09.2005

Im Fokus: Warum Softwareprojekte scheitern

Seit Jahren kursieren unterschiedliche Zahlen darüber, wie viele Softwareprojekte scheitern und was die Ursachen sind. Die US-Beratung Cutter Consortium bemüht sich nun in zwei Studien darum, Licht ins Dunkel zu bringen. Die erste Analyse unter dem Titel "Does Project Size Matter?", in deren Rahmen 230 kürzlich abgeschlossene Projekte untersucht wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass klein dimensionierte Entwicklungsvorhaben grundsätzlich erfolgreicher sind als große. Studienautor El Emam empfiehlt: "Nehmen Sie sich sechs bis neun Monate Zeit bis zum ersten Release der Software." So lange brauche das Team, um das System genau zu designen und eine geeignete Architektur für weitere Releases zu schaffen. Es habe keinen Sinn, zu versuchen, große Softwaregebäude auf einmal zu errichten.

Der Untersuchung zur Folge sind zu große Projekte aber nicht ausschlaggebend dafür, ob sie abgebrochen werden. Sie führen eher zu Zeit- und Budgetüberschreitungen sowie Qualitätsmängeln. Insgesamt sieht der Studienautor einen Aufwärtstrend: "IT-Abteilungen und Projekt-Manager sind heute besser in der Lage, solche Projekte zu steuern." Neue Entwicklungspraktiken hätten dazu beigetragen, Projekte am Leben zu halten und schließlich zum Erfolg zu führen. Am wichtigsten sei, dass die Anwender stärker einbezogen würden als früher. Das Risiko, an ihren Interessen vorbeizuentwickeln, werde damit gedämpft.

Eine zweite Studie des Unternehmens mit dem Titel "Software Project Failures" stützt sich auf Umfragen in 200 Unternehmen zu Softwareprojekten, die in den letzten drei Jahren liefen. Immerhin gaben 44 Prozent an, sie hätten mindestens ein Softwareprojekt gecancelt oder auf Eis gelegt, weil es zu ernsthaften Problemen gekommen sei. Damit sind vor allem Budget- und Zeitüberschreitungen sowie Qualitätsmängel gemeint. Oft hätten Unternehmen diese Vorhaben durch frühzeitiges Eingreifen und professionelleres Projekt-Management retten können, heißt es beim Cutter Consortium. (hv)