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25.07.2003 - 

Nokia und Motorola bleiben vorsichtig

Im Handy-Markt weht ein scharfer Wind

MÜNCHEN (CW) - Mit Nokia und Motorola präsentierten die zwei größten Handy-Hersteller ihre Zahlen für das zweite Quartal. Zwar zeichneten sie insgesamt ein noch zufrieden stellendes Bild, doch SARS, ein schwacher Dollar sowie sinkende Gerätepreise machen ihnen zu schaffen.

Weltmarktführer Nokia verdiente im zweiten Fiskalquartal netto 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Reingewinn betrug 624 Millionen Euro im Vergleich zu 862 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Seinen Umsatz steigerte Nokia von 6,94 Milliarden Euro im Berichtszeitraum des Vorjahres um ein Prozent auf sieben Milliarden Euro. Der Erlös der Infrastruktursparte Nokia Networks stagnierte bei 1,5 Milliarden Euro, für den Umbau dieses Bereichs musste Nokia 399 Millionen Euro abschreiben. Dagegen stiegen die Einnahmen aus dem Geschäft mit Mobiltelefonen wie prognostiziert um zwei Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, die Zahl der abgesetzten Handys erhöhte sich um 14 Prozent. Dieses Missverhältnis führen die Finnen auf die Dollarschwäche sowie den wachsenden Anteil preisgünstiger Einsteigermodelle zurück.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Nokia zwar ein Stückzahlenwachstum von über zehn Prozent. Allerdings soll der Umsatz stagnieren oder sogar leicht zurückgehen. Nokia warnte daher, das Umsatzplus für 2003 könne kleiner als die bisher angepeilten vier bis zwölf Prozent sein.

Wettbewerber Motorola hingegen geht bei seinem Handy-Geschäft von leicht steigenden Einnahmen im laufenden Quartal aus - Chief Operating Officer (COO) Mike Zafirovsky rechnet damit, dass der starke Preisverfall des vergangenen Jahres nun gestoppt sei. Das Unternehmen will zudem mit neuen Geräten den Verkauf ankurbeln.

Im zweiten Geschäftsquartal sank Motorolas Umsatz im Mobilfunkgeschäft um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Dollar. Die Company kämpfte vor allem in Asien gegen einen verschärften Wettbewerb sowie die durch SARS ausgelöste Unlust der Käufer. Vor allem in China musste Motorola eigenen Angaben zufolge Marktanteile abgeben. Auch insgesamt schrumpften die Umsätze des Chip- und Handy-Herstellers. Verglichen mit dem zweiten Jahresviertel sanken die Einnahmen um zehn Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar, das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 2,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf einen Gewinn von 119 Millionen Dollar. (rs)