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21.11.1975 - 

IDC-Marktstudie über numerische Datensichtgeräte

Im Mittelwert bereits 15 Terminals

21.11.1975

MÜNCHEN - "Die vorhandenen technischen Möglichkeiten der Bildschirmgeräte werden praktisch noch nicht voll genutzt", stellt die IDC Deutschland GmbH, München, in einer Untersuchung über numerische Datensichtgeräte fest. Ursachen: Neue Anwendungen erfordern geeignete Software - deren Entwicklung sei jedoch so aufwendig, daß häufig ein schlechtes Kosten/Nutzen-Verhältnis entsteht. Außerdem hängen die Kosten des Bildschirmeinsatzes stark vom Zentralrechner ab - es gibt Systeme, die mit 32 KB Hauptspeicherbedarf 12 bis 16 Bildschirme bedienen können, und solche, die dafür 128 KB brauchen.

"Fernseher" werden noch billiger

Es ist damit zu rechnen, daß die meistverbreiteten Kathodenstrahl-Bildschirme nach dem Prinzip des handelsüblichen Fernsehapparates in den nächsten zehn Jahren noch für die Mehrzahl der Einsatzfälle ausreichen werden - und daß sie noch billiger werden. Der OEM-Preis pro Display bei 100 Stück liegt jetzt bei 3000 Mark und kann - so IDC - in den nächsten fünf Jahren bis auf etwa 1000 Mark sinken. Mit dem Aufkommen der Mikroprogrammierung werden immer mehr Funktionen wie Zeichen-Generierung und Routine-Manipulationen hardwaremäßig realisiert, so daß sich der Bedarf an Systemsoftware verringert. IDC rechnet für absehbare Zeit nicht mit Software-Normen und mit Hardware-Normen für Bildschirmgeräte, die über eine Tastatur entsprechend deutschen Schreibmaschinen und V-24-Schnittstellen hinausgehen.

Deutlich nimmt in Deutschland jetzt die Nachfrage nach Displays mit Groß/Kleinschreibung und Umlauten zu. Die vergleichsweise hohen deutschen Postgebühren sieht IDC nicht als grundsätzliches Hindernis für die Ausbreitung von Bildschirmen an: Da in der Bundesrepublik mehr kleine Rechner dezentral eingesetzt würden als im Ausland, bestehe der Trend, hier auch mehr Bildschirm-Arbeitsplätze für einfache Anwendungen zu schaffen als anderswo. Die IDC-Untersuchung zeigte, daß weltweit (ohne die USA) durchschnittlich 15 Bildschirme an einem Universalrechner, aber nur 5 Displays an einem Prozeßrechner hängen.

Luftfahrt ganz vorn

Führend in der Bildschirmanwendung sind die Luftfahrtunternehmen - was in den Tabellen die Terminalzahlen bei der Branche "Transport und Verkehr" sowie bei den Univac-Installationen in die Höhe treibt. Klare Tendenz: mit dem Mietwert steigt der Bildschirmeinsatz. Nur an ein Prozent der Anlagen bis 6250 Mark Monatsmiete, aber an 32 Prozent der Großrechner (über 200 000 Mark) sind Bildschirme angeschlossen, und zwar durchschnittlich 4 bei den kleinen Systemen, 6 bis 15 in den mittleren Preislagen und über 30 an Systeme, die im Monat mehr als 100 000 Mark kosten.