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24.03.2000 - 

Novell: Horst Nebgen tritt Nachfolge von Andreas Zeitler an

"Im Moment gewinnen wir mehr Kunden, als wir verlieren"

MÜNCHEN - Nach dem Ausscheiden von Andreas Zeitler tritt Horst Nebgen die Nachfolge an. Mit dem neuen Geschäftsführer für Novell Deutschland sprach CW-Redakteurin Sabine Ranft über die Themen Active Directory und E-Commerce.

CW: Andreas Zeitler, bisher Geschäftsführer, hat Novell verlassen. Kam seine Entscheidung für Sie überraschend?

Nebgen: Ja, für uns schon.

CW: Hängt sein Weggang damit zusammen, dass Windows 2000 Novells Perspektiven verschlechtert?

Nebgen: Das ist abwegig. Herr Zeitler würde nie vor irgendwelcher Konkurrenz weglaufen. Außerdem war Netware einer neuen Studie von IDC zufolge 1999 Marktführer unter den LAN-Betriebssystemen in Westeuropa. Da hatten wir nämlich 54 Prozent, Microsoft mit dem NT Server dagegen nur 42 Prozent Marktanteil. Und jetzt bringt Microsoft ein Produkt heraus, das es als Verzeichnisdienst positioniert. In Wirklichkeit ist Active Directory aber kein Verzeichnisdienst, weil es immer noch auf einem Domain-System basiert und nur für Windows 2000 vorgesehen ist. Das betrachten mittlere bis große Kunden nicht als Konkurrenz.

CW: Aber der Erfolg eines Produkts hängt nicht nur von der Technologie ab. Fürchten Sie nicht, dass Microsoft mit seinem Marketing an der installierten Basis von Netware knabbern könnte?

Nebgen: Das zu versuchen ist sein gutes Recht. Im Moment gewinnen wir aber mehr Kunden, als wir verlieren. Ich will nicht verhehlen, dass sich in der Vergangenheit der eine oder andere Kunde von Novell verabschiedet hat. Das gilt aber auch für Microsoft. Die haben Kunden an Linux-Lösungen verloren.

CW: Wie sieht Ihre Strategie gegenüber Microsoft aus?

Nebgen: Wir haben angekündigt, dass wir die Novell Directory Services (NDS) für Windows 2000 anbieten wollen. Außerdem sieht unser Produktportfolio so aus, dass wir nur noch bedingt in direkte Konkurrenz zu Microsoft treten. Bei den ganzen Internet-Lösungen haben wir ganz andere Wettbewerber als Microsoft.

CW: Novell hat kürzlich mit "I-Chain" eine E-Commerce-Lösung vorgestellt. Welchen Stellenwert nimmt der elektronische Handel bei Ihnen ein?

Nebgen: Einen immer größeren. Mit I-Chain und anderen Produkten stellen wir eine Infrastrukturbasis für E-Commerce zur Verfügung. Wir wollen Technologien, die vorher nur im Intranet zum Einsatz kamen, nach außen tragen und auch Geschäftspartner einbinden.

CW: Bisher hat sich der elektronische Handel noch kaum durchgesetzt. Wieso hoffen Sie darauf?

Nebgen: Das ist ein Trend, der nicht aufzuhalten ist. Er hat sich jedoch bisher nicht durchgesetzt, weil die Firmen noch gewisse Bedenken vor allem hinsichtlich der Sicherheit bei der elektronischen Abwicklung von Geschäftsprozessen haben. Und da setzen wir mit unseren Produkten an.