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17.11.2014 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Im Online-Handel ist nicht alles rosarot

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Ist das Ausbreiten des Online-Handels in allen Branchen wirklich ein Grund zum Jubeln? Nein, denn die Gesellschaft nimmt Schaden. Eine Erklärung.

Hurra – der Online-Handel blüht! So oder so ähnlich frohlocken Lobbyisten, Analysten und BWLer über den vermeintlichen Fortschritt auf den Titelseiten der Magazine und Wirtschaftsblätter.

Ja, es ist so – aber ist das auch ein Grund zum Jubeln? Man sollte sich die Entwicklungen und Zusammenhänge des Online-Business einmal näher betrachten: Nützt uns diese Handelsart überhaupt oder schadet sie unserer Gesellschaft, der Infrastruktur? Ein stetiger Umsatzrückgang in den stationären Geschäften ist schon jetzt feststellbar, wobei es wie bei vergleichbaren Entwicklungen in der Vergangenheit zuerst die kleinen, dann die größeren Unternehmen erwischt.

Der Online-Handel und die Folgen: Nützt uns diese Art des Einkaufens überhaupt oder schadet sie unserer Gesellschaft?
Der Online-Handel und die Folgen: Nützt uns diese Art des Einkaufens überhaupt oder schadet sie unserer Gesellschaft?

Als es im vergangenen Jahrhundert den Lebensmittelhandel traf, welcher dem Trend vom Zentrum auf die "grüne Wiese" nicht folgen konnte, haben von den inhabergeführten Geschäften nur die Spezialisten überlebt. Kurz danach erging es den anderen Fachgeschäften für Kleidung, Haushaltswaren, Weißer und Brauner Ware sowie rund um Garten, Handwerk und Bauen nicht besser. Nicht nur die Tante-Emma-Läden starben, auch eine große Anzahl von Fachgeschäften musste aufgeben.

Leerstände entstanden, Gebäude verfielen, die Gastronomie floh. Das Zentrum war keines mehr. Selbst Versandhändler wie Otto, Quelle, Neckermann und ihre Bestellshops – tot. Der Online-Handel verursacht weitere Leerstände. Zwar noch nicht in den "Speckgürteln", aber sie kommen immer näher.

So kurbeln Sie Ihr eCommerce Business an: Ob Unternehmen oder Privatkunde: Wer ein Produkt sucht, sondiert im Netz und kauft die Ware zunehmend im Online-Shop. Für den Erfolg eines Anbieters ist deshalb eine funktionierende Multi-Channel-Strategie entscheidend. Welche Aspekte dafür wesentlich sind, wie sich Webshops besser in die ERP-Systeme integrieren lassen und wie Sie Ihre Online-Umsätze ankurbeln können, erfahren Sie auf dem Best in eCommerce Day am 20. November 2014 in München.

Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen der Gemeinden brechen weg. Geld für Personal, Arme, Alte und Kinder fehlt. Aber auch Straßen, Erholungsräume oder etwa die Wasserversorgung werden vernachlässigt. Die Nahversorgung der Menschen gerät in Gefahr. Es entstehen Arbeitslosigkeit, noch mehr Armut und soziale Brennpunkte – eine Abwärtsspirale.

Das erschreckendste Beispiel ist derzeit wohl Detroit. Aber auch hierzulande bluten bereits Städte aus, sind Gemeinden und Kommunen nahezu handlungsunfähig. Also weiter so?

Mein Fazit: Ohne Handel gibt es keine Städte! Diese Weisheit gilt seit dem Altertum. Hier kann es der Markt nicht mehr richten – die Politik muss endlich etwas tun! (tö)
Bis demnächst, Euer Querschläger!

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