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19.07.2005

Im Ozean der Codezeilen

Nördlich des Polarkreises herrschen ungewöhnliche Bedingungen - ein Grund, weshalb der passionierte Segler Georg Nippert nach 16 Jahren bei der Software AG seine eigenfinanzierte Firma kurzerhand 66 Grad Nord genannt hat. Nipperts "ewiges Eis" sind Legacy-Applikationen, die seit Dekaden in Rechenzentren ihren Dienst verrichten. "Der Leidensdruck, die Altanwendungen Web-fähig zu bekommen, ist gerade in Großunternehmen enorm", sagt der Gründer. 66 Grad Nord bearbeitet Adabas/Natural-Code maschinell mit einem speziellen Cross-Compiler und überführt ihn in offene Systeme. "Mit der Hand am Arm" sei dies zu fehleranfällig und nicht bezahlbar, argumentiert Nippert. Darüber hinaus kann 66 Grad Nord mehr als 20 Cobol-Dialekte mit den Tools des israelischen Spezialisten Bluephoenix umwandeln: "Warum sollte eine Airline ihre Flugzeuge verschrotten, nur weil es neue Triebwerke gibt?"

Mit den Erlösen aus den Legacy-Dienstleistungen finanziert Nippert eine Software für die Projektplanung. Deren Wurzeln liegen in der Flugzeugwartung, die wegen der Komplexität spezifische Planungsprinzipien fordert: "Verschieben gilt dort nicht", so Nippert. "Plan B", derzeit in der Betaphase, soll branchenunabhängig gestaltet werden. Zudem sei die Software proaktiv ausgelegt, wodurch die Verantwortlichen über Projektprobleme mittels Push-Technik informiert werden. (ajf)