Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

10.01.1992 - 

Allianzen und neue Strategien sollen die Branche retten

Im PC-Markt sind die fetten Jahre jetzt endgültig vorüber

MÜNCHEN (CW) - Die Goldgräberzeiten im PC-Markt sind vorbei - zu diesem Fazit kommt das Marktforschungsunternehmen IDC. Aus ist es mit den hohen Umsätzen und großen Gewinnen der 80er Jahre. Bis Mitte dieses Jahrzehnts prognostiziert IDC nur noch einstellige Wachstumsraten. Kennzeichnend für die neue Ära ist laut IDC eine Vielzahl ehrgeiziger Konzepte im PC-Markt.

Während der westeuropäische PC-Markt im Jahre 1990 noch um 31 Prozent gewachsen war, liegt die Prognose für 1991 bei lediglich acht Prozent. Ähnliches gilt für den US-Markt. Die Antwort der Herstellerseite auf diese Entwicklung war eine Vielzahl neuer Allianzen und Strategien: IBM und Apple, ACE oder Solaris, um nur die wichtigsten zu nennen. Die IDC-Analysten gelangten zu der Aufassung, daß sich zur Zeit jeder mit jedem gegen jeden zu verbunden bereit ist, der zu stark und zu einflußreich wird.

Der Trend zum MobiI-PC hielt im Jahr 1991 weiter an. Zu beobachten war hier ein ähnlicher Boom wie in alten PC-Zeiten. Etwas Neues in diesem Bereich sind die Pen-Computer. Obwohl mittlerweile viele Hersteller Geräte dieser Art angekündigt haben, wird ihr Erfolg weitgehend von den Softwarehäusern abhängen, die ihre Anwendungen zufriedenstellend für die Pen-Systeme zurechtstricken müssen. Andernfalls blieben diese Rechner auf Spezialanwendungen beschränkt. Verstärkt hat sich der Trend zu immer leistungsfähigeren Prozessoren. Neben der klassischen PC-Architektur von Intel setzen RISC-Prozessoren diverser Hersteller neue Maßstäbe in Sachen Preis und Leistung. Der klassische Desktop-Markt bietet mittlerweile kaum noch Wachstumsmöglichkeiten.

Die Hersteller setzen entweder auf die Strategie Direktverkauf zu hohen Preisen oder Absatz zu niedrigen Preisen via Supermarkt und Versandhandel.

Signale setzte der PC-Außenseiter Apple 1991 durch drastische Preissenkungen und die Allianz mit IBM, in die Apple die Macintosh-Benutzeroberfläche einbrachte. Wie Apple und IBM streben auch einige andere Allianzen die Vorherrschaft bei der nächsten PC- und Softwaregeneration an, das Schlagwort "Multimedia" darf dabei nicht vergessen werden. Laut IDC steht aber schon heute fest, daß wegen der Preiseinbrüche im PC-Markt neue Desktop-Systeme trotz aller Raffinesse (Stichwort: Benutzeroberfläche) das Marktwachstum kaum wesentlich ankurbeln können.