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06.01.1995

Im Rahmen der geplanten Umstrukturierung Bei Borland stehen demnaechst weitere Entlassungen ins Haus

MUENCHEN (qua) - Die Borland International Inc., Scotts Valley, Kalifornien, hat eine weitere Restrukturierungs-Runde eingelaeutet. Der Zwang zur Kostenreduzierung wird voraussichtlich im kommenden Fruehjahr einen grossen Teil der Belegschaft die Arbeitsplaetze kosten.

Unter Berufung auf einen Investment-Banker hatten die CW- Schwesterpublikation "Computerworld" und die Boersenzeitung "Wall Street Journal" kuerzlich 500 bis 600 Entlassungen vorhergesagt. Laut Borland enthalten diese Veroeffentlichungen allerdings "spekulative Elemente".

Wie Gerhard Romen, Geschaeftsfuehrer der Borland GmbH, Langen, einraeumt, wird das Software-Unternehmen jedoch neue Massnahmen zur Kostensenkung in Angriff nehmen. In diesem Zusammenhang werde es sicher auch Entlassungen geben. Wie viele der insgesamt 1700 Mitarbeiter davon betroffen sind, stehe aber noch nicht fest. Werden die Stellenstreichungen im vorhergesagten Zeitrahmen und Umfang wirksam, so ist damit die Anzahl der Borland-Mitarbeiter innerhalb eines einzigen Jahres um rund 40 Prozent geschrumpft. Der mittlerweile zurueckgetretene Chief Operating Officer Keith Maib hatte bei seinem Amtsantritt im Fruehling 1994 bereits mehrere hundert Jobs eliminiert.

Die Zukunft der kraenkelnden Borland Inc. haengt in erheblichem Masse davon ab, wie sich die Windows-Version des im Oktober 1994 eingefuehrten Datenbanksystems "Dbase" verkauft. Laut Romen sind hierzulande bislang 55 Prozent der bisherigen DOS-Anwender auf "Dbase for Windows" umgestiegen. Die verbleibenden 45 Prozent machen dem deutschen Borland-Geschaeftsfuehrer weitaus weniger Sorge als der schleppende Absatz neuer Vollversionen.