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30.06.1978

Im Rhythmus von drei Monaten neu geplottet: Durch graphische Ausgabe wurde die Netzpläne praktikabel

Die GHH Sterkrade, ein Unternehmen des Gutehoffnungshütte-Konzerns, hat in den Produkbereichen Anlagen und Einrichtungen für die Eisen- und Stahlerzeugung, Maschinen- und Apparatebau bereits seit 1968 die Netzplantechnik eingeführt. Berechnet werden die Netze überwiegend mit einer erweiterten Fassung des IBM-Programms PMS IV (Project Management System). Als Netzplan-Verfahren wird neben CPM (Critical Path Method) bevorzugt PDM (Precedence Diagramming Method) benutzt.

Trotz aller Vorteile der Netzplantechnik treten gerade bei Großprojekten Probleme bei der Planung und Projektverfolgung auf:

-Das manuelle Zeichnen der Netze ist sehr zeitaufwendig und teuer.

-Die so erstellten Pläne sind bei häufigen Änderungen in der Ablauffolge selten aktuell.

-Ein weiteres Hemmnis kann trotz, Verdichtung und Selektierung der Listenumfang werden.

Für eine erfolgreiche Anwendung der Netzplantechnik ist es wichtig, den am Projekt beteiligten Stellen, etwa der Baustellenleitung, Arbeitsunterlagen in Übersichtlicher, möglichst graphischer Form zu geben.

Seit drei Jahren setzt die GHH Sterkrade deshalb das Netzplan-Zeichenprogramm AUTONET III der CalComp ein. Von den Möglichkeiten des Programmes seien hier die aufgezählt, die zur Anwendung kommen:

-CPM-Darstellung

- PDM-Darstellung mit Anordnungsbeziehungen: eine Anfang-Anfang-Folge z. B. wird als Verbindung zwischen den Startkanten der Vorgänge gezeichnet

- Festlegen der Lage der Vorgänge per Programm

- Kennzeichnen der kritischen Wege

- Zeichnen mit flexibler Zeiteinteilung oder logischen Abhängigkeiten

-Gruppierung

- Auswahl eines bestimmten Zeitraumes

- Unterdrückung fertiger oder nichtkritischer Vorgänge

- Vorgabe der Blattgröße, automatisches paging

- Auswahl und Lage der Vorgangsinformationen im Vorgangskästchen

- keine Begrenzung in der Netzgröße

Ein Interfaceprogramm stellt Verbindung zwischen PMS IV beziehungsweise PROJACS AUTONET III her. Der Einsatz Netzplanzeichenprogramms bringt wesentliche Vorteile:

-Kostenreduzierung

-Aktualität durch den erheblichen Zeitgewinn

-Fehlerfreiheit

Bei unseren mit Netzplantechnik überwachten Projekten hat es sich als nützlich erwiesen, die Pläne in einem Rhythmus von drei Monaten jeweils neu zu plotten. Durch Unterdrückung der abgemeldeten Vorgänge und manchmal noch durch eine zeitliche Begrenzung reduziert sich der Aufwand für die Erstellung von aktuellen Netzplänen auf ein Minimum. Ergänzt wird AUTONET III durch ein eigenentwickeltes Programm zum maschinellen Zeichnen von Balkenplänen.

Seit Einführung der graphischen Ausgabe von Netzplanergebnissen die Netzplantechnik an Bedeutung gewonnen, und es konnten gleichzeitig die dafür erforderlichen Kosten gesenkt werden.