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08.06.1979 - 

Budget-Analyse signalisiert DV-Nachholbedarf der Kleinen:

Im Schnitt 1,4 Prozent vom Umsatz für DV

FRANKFURT - Ein Prozent vom Umsatz als EDV-Budget ist, zumindest im Industrie-Durchschnitt, zu wenig oder zu viel: Denn 85 Industriebetriebe so ermittelte es die jetzt veröffentlichte Diebold ADV-Budget-Analyse, geben im Durchschnitt für den Betrieb ihrer Datenverarbeitung nur 0,897 Prozent vom Umsatz aus, für die DV-Entwicklung aber noch einmal 0,506 Prozent, so daß insgesamt 1,403 Prozent des Umsatzes unmittelbar in die Datenverarbeitung fließen.

Wertvoll wird die in die vier Wirtschaftszweige Industrie, Handel, Banken, und Versicherungen gegliederte Budget-Analyse erst durch ihre detaillierten Branchenausgaben, beispielsweise für Chemie, Maschinenbau und dergleichen. Hierin kommt sie dem Ziel, "zur Orientierung bei den kurz- und mittelfristigen Planungen beizutragen", am nächsten. Die Budget-Analyse gibt's bei der Diebold Deutschland GmbH in Frankfurt, für 2200 Mark, wobei Unternehmen" die bereitwillig ihre eigenen Zahlen zur Verfügung stellen, Rabatt erhalten.

Die Ergebnisse der Analyse bargen für die Frankfurter Marktforscher selbst ..keine Überraschungen, aber weitgehend brachten die Zahlen Bestätigung", so kommentiert Autor Wolfgang Dernbach das Zahlenwerk. Die Untersuchung liefert einen deutlichen Hinweis darauf, daß Betriebe in der Größenordnung von 50 bis 200 Millionen Umsatz gegenwärtig besonders DV-intensiv investieren: 0,4 Prozent vom Umsatz für die DV aus, während bei kleineren Betrieben offensichtlich der Nachholbedarf mit 1,36 Prozent seinen Niederschlag findet.

Die Schwerpunkte des DV-Einsatzes weisen in der Industrie eine Rangfolge auf, die manch einen überraschen mag: Mit 0,2 Prozent rangiert der Vertrieb noch vor dem Finanz- und Rechnungsgroßunternehmen mit mehr als, 1,5 Milliarden Mark Umsatz geben nur knapp wesen (0115 Prozent), der Produktion (0,14 Prozent) und dem Materialwesen (0,10 Prozent). Die Spitzenstellung des Vertriebs ist unter anderem damit zu erklären, daß hierunter auch die Aufwendungen für Auftragsabwicklung, Verkaufsberichterstattung und Fakturierung aufgeführt sind.

Betrachtet man unter den verschiedenen Kennzahlen die Verteilung der Computernutzung auf Arbeiten für Benutzerbereiche, Tests und Compilation, interne Arbeiten sowie den Zeitanteil, den das Betriebssystem benötigt, so zeigt Erhebung, daß die kleineren Anlagen (von denen die Mehrzahl auch in kleineren Betrieben stehen), wesentlich mehr für eigentliche Verarbeitungsaufgaben herangezogen werden können als Großanlagen. Während die kleineren Anlagen 77,5 vom Hundert ihrer Zeit für echte Verarbeitungsaufgaben zur Verfügung stehen, Beträgt diese Quote bei Großrechnern 58,4 vorn Hundert. Eine Ursache ist der wesentlich höhere Betriebssystem-Overhead der Großsysteme.

Daß die Großanwender in der Industrie ihre neuen DV-Anwendungen überwiegend selbst entwickeln, wird durch die Erhebung bekräftigt: Anwender von Großanlagen entwickeln rund 90 Prozent ihrer Anwendungssoftware selbst und beschäftigen im Durchschnitt 67 Personen in der DV-Entwicklung, davon rund die Hälfte als Systemanalytiker und Organisatoren. Bei mittelgroßen Anlagen verringert sich das Entwicklungspersonal auf 18 Personen. Benutzer kleinerer Systeme stützen sich überwiegend auf Fremdentwicklung. Ihr statistischer Wert für den Bestand des Entwicklungs-personals liegt deshalb bei 1,1.

Die Personalkostenintensität ist nach wie vor sehr hoch. In der zentralen EDV macht sie bei den erfaßten Industriebetrieben im Durchschnitt 49,4 Prozent der gesamten zentralen DV-Kosten aus. Hiervon entfällt allerdings die Hälfte auf die Anwendungsentwicklung, während das Rechenzentrum nur 15 Prozent beansprucht; die restlichen 9 Prozent betreffen die Datenerfassung.

Unter den Sachkosten machen die reinen Hardwarekosten (einschließlich Datenerfassung) nur noch rund ein Drittel der Gesamtkosten aus. Wenig darunter liegen die Systemsoftware und Beratungskosten für , die Anwendungsentwicklung) mit knapp 30 Prozent der Gesamtkosten.

Bemerkenswert ist, daß die Relation der Personalkosten zu den Hardwarekosten wie auch zu den Sachkosten insgesamt bei fast allen Computergrößenklassen annähernd 1:1 beträgt, auch wenn die einzelnen Komponenten unterschiedlich verteilt sind.