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01.08.2006

Im Security-Markt schrumpfen die Gewinne

Symantec kämpft mit der Nachfrage, McAfee mit seinen Bilanzen.

Die Sicherheitsanbieter Symantec und McAfee haben solide Zahlen für den jüngsten Berichtszeitraum vorgewiesen, doch stehen beide Firmen vor großen Herausforderungen: Während McAfee Probleme mit der Bilanzierung von Aktienoptionen hat, sieht sich Symantec mit gesättigten Kernmärkten konfrontiert. Dennoch meldete das Unternehmen für das erste Fiskalquartal Zahlen, mit denen die Erwartungen der Börse übertroffen wurden. Der Aktienkurs des Konzerns legte stark zu, auch weil das Management einen optimistischen Ausblick abgab.

Symantec

Q1/2006 Q1/2007

Umsatz 700 1260

Ergebnis 199 95

Angaben in Millionen Dollar

McAfee

Q2/2005 Q2/2006 (vorl.)

Umsatz 245 277

Ergebnis 42 31

Angaben in Millionen Dollar

Mehr Umsatz dank Veritas

Symantecs Umsatz stieg aufgrund des florierenden Servicegeschäfts und der Veritas-Übernahme um 80 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar. Unter Berücksichtigung der Veritas-Einnahmen aus dem vergangenen Jahr ergibt sich jedoch nur ein Anstieg beim Pro-forma-Umsatz von knapp zwei Prozent. Der Bereich Sicherheits- und Daten-Management schrumpfte sogar um zwei Prozent. Der Nettogewinn halbierte sich auf 95 Millionen Dollar. Nachdem Symantec Anfang Juni seine Prognosen reduziert hatte, setzte der Konzern seine Ziele nun wieder leicht herauf. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete das Unternehmen in Asien, während sich das Wachstum in der Region Emea mit einem mageren Prozentpunkt in Grenzen hielt. In den USA, Lateinamerika und Kanada schrumpften die Einnahmen sogar um ein Prozent.

Mit sinkenden Gewinnen hat auch der Rivale McAfee zu kämpfen, dessen Zahlen zum zweiten Quartal explizit als "vorläufig" bezeichnet wurden. Dem Anbieter droht eine Bilanzrevision im Zuge des US-Börsenskandals um falsch datierte Aktienoptionen. Die pünktliche Lieferung des jüngsten Quartalsberichts an die Börsenaufsicht sei jedenfalls kaum zu erwarten, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Auch sei damit zu rechnen, dass alte Jahresabschlüsse neu berechnet werden müssen. Als Reaktion auf die Zahlen und die Ungewissheit fiel der Aktienkurs kurzfristig auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Im Jahresvergleich reduzierte sich der Nettogewinn von 42 Millionen auf 31 Millionen Dollar. Hintergrund sind gestiegene Kosten und die seit diesem Jahr verpflichtende Verbuchung von Aktienvergütungen. Das Pro- forma-Ergebnis von 30 Cent pro Aktie liegt einen Cent unter den Analystenschätzungen. Der Quartalsumsatz stieg von 245 Millionen auf 277 Millionen Dollar, getragen unter anderem von einem siebenprozentigen Plus bei Online-Services für Endkunden. Insgesamt wuchsen die Consumer-Erlöse um zwei Prozent auf 111 Millionen Dollar.

Durchwachsener Ausblick

Für das laufende dritte Quartal erwartet das Unternehmen Einnahmen zwischen 265 und 285 Millionen Dollar sowie einen Pro-forma-Gewinn von 26 bis 32 Cent pro Aktie. Im Gesamtjahr sollen auf Basis von 1,05 bis 1,15 Milliarden Dollar Umsatz 1,20 bis 1,40 Dollar Pro-forma-Profit je Anteilschein herausspringen. Während sich die Umsatzprognosen mit den Zahlen der Analysten deckten, blieb McAfee beim Profit etwas hinter den Vorgaben zurück. (ajf)