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11.04.2003 - 

IT im Maschinenbau/Drei Softwarelösungen im Vergleich

Im Trend: Vernetztes Projekt-Management

Immer häufiger werden Produkte bereits in der Angebotsphase projektbezogen geplant. Darauf aufbauende Vorgänge wie Produktion, Distribution und Installation passen sich dem an. Herkömmliche IT-Lösungen stoßen hier an ihre Grenzen. Auch Anlagen- und Maschinenbauer greifen deshalb verstärkt auf spezielle Projekt-Management-Software zurück.Von Jürgen Rosenstock*

Trotz Zieldefinition und vorgegebenem Zeitrahmen gestalten sich Projekte häufig unüberschaubar. Gutachten belegen, dass nur 16 Prozent der Vorhaben im finanziellen und zeitlichen Rahmen abgeschlossen werden können. Da vor allem im Anlagen- und Maschinenbau die Projekte erhebliche Größe besitzen, empfiehlt sich der Einsatz einer Projekt-Management-Software. In der Vergangenheit haben Anlagenbauer dabei auf Desktop-orientierte Software gesetzt. Sie beschäftigt sich oft mit der reinen Vorgangs- und Tätigkeitsplanung und entspricht eher einer einfachen To-do-Liste. In den letzten Jahren geht die Entwicklung eindeutig in Richtung Vernetzung und Client-Server-basierender Lösungen. Wesentliches Merkmal: Projekte werden über alle Unternehmensbereiche hinweg zugänglich gemacht und miteinander vernetzt.

Weg vom klassischen Projekt-Management

Im Anlagen- und Maschinenbau müssen Projektbeteiligte teilweise sehr unterschiedliche Tätigkeiten innerhalb eines Projektes übernehmen - angefangen von den reinen Fertigungsprozessen, bis hin zur Qualitätskontrolle. Entsprechende Lösungen sollten sich daher in die Arbeitsabläufe der einzelnen Projektbeteiligten integrieren und diese vereinfachen. Ansonsten akzeptieren die Mitarbeiter die Software nicht. Gefragt sind also flexible Lösungen.

"Microsoft Project" ist der Klassiker im strategischen Projekt-Management: Als reine PC-Lösung hat sich das Produkt eine exponierte Position erkämpft. Mit der aktuellen Version "Microsoft Project Professional 2002" und einer zentralen Datenbereitstellung auf dem Microsoft-Project-Server kann komplexes Enterprise-Projekt-Management umgesetzt werden. Microsoft Project Professional 2002 wird für die Phasen der Konzeption, Planung, Projektsteuerung und das Projekt-Controlling eingesetzt. Bereits durch die Anmeldung am Server werden dem Projektplaner ein zentrales "Enterprise Global" als unternehmensweite Projektvorlage und ein umfangreicher "Enterprise Ressourcenpool" zur Verfügung gestellt. In Enterprise Global kann ein unternehmensspezifisches Vorgehensmodell berücksichtigt werden, und im Enterprise Ressourcenpool sind alle projektrelevanten Ressourcen als Personen oder Materialressourcen für die Zuordnung zu Projektvorgängen verfügbar. Mit diesen Komponenten lässt sich eine transparente und effiziente Projektorganisation aufbauen.

"Engine prime" ist ein Tool für Projektorganisation und Zeit-Management: Anlagen- und Maschinenbauern mit komplexen Projekten, die große überregionale Projektteams koordinieren müssen und häufig auf Spezialisten und Zulieferer zurückgreifen, empfiehlt sich dieses Produkt der Engine GmbH. Die Lösung hat ihren Schwerpunkt in Betrieb und Überwachung von Projekten und vereint umfangreiche Planungsfunktionen mit einer effizienten Erfassungs-Schnittstelle. Komplexe Mechanismen erlauben die direkte Zuweisung eines Mitarbeiters an Unternehmenseinheiten wie zum Beispiel eine Niederlassung oder an Projekte und Projektvorgänge.

Projektbeteiligte Mitarbeiter erfassen ihre Zeiten, den Vorgangsfortschritt oder andere Informationen, wie das Erreichen eines Meilensteins, über eine Browser-Schnittstelle. Auch die Eingliederung von externen Projektbeteiligten in ein Projekt wird so erleichtert. Das Kundenunternehmen kann die Lösung installieren, aber auch mieten (Application-Service-Providing). Das dürfte vor allem für kleine und mittelständische Anlagenbauer interessant sein, die über keine umfangreiche IT verfügen.

Hin zur DV-gestützten Lösung

"PPMS", das Planta Projekt-Management System der Planta GmbH, lässt sich an individuelle Unternehmensabläufe anpassen. Die Lösung richtet sich an Einzel- und Kleinserienfertiger. PPMS plant und steuert den Auftragsdurchlauf von der Angebotserstellung bis zur Abnahme. Unter Berücksichtigung der Fertigung sowie der vor- und nachgelagerten Produktionsbereiche kann so die Durchlaufzeit verkürzt werden. Das System unterstützt die Auftragsleitstelle bei der bereichsübergreifenden Termin- und Kapazitätsplanung. Alle Bereiche erhalten die für sie notwendigen Informationen und können so ihre eigene Bereichsfeinplanung betreiben. Erwähnenswerte Features sind: Terminübersichten über Aufträge und Angebote, Grob-Netzpläne, vernetzte Balkenpläne für die Durchlaufterminierung, Grob-Kapazitätsplanung über alle betroffenen Abteilungen und eine grafische Darstellung der Auftragsstruktur.

Vorgehens- und Phasenmodelle stellen einen guten Lösungsansatz dar. Dabei handelt es sich um Instrumente, welche die einzelnen Abschnitte eines Projektes kennzeichnen. Anlagen- und Maschinenbauer haben meistens ein eigenes, auf ihre speziellen Anforderungen abgestimmtes Vorgehensmodell. Günstiger Nebeneffekt dieser Modelle ist die Etablierung von Standards und einer durchgehenden Projektkultur im Unternehmen.

Der Nutzen im Überblick:

- Verbesserung der Kommunikation,

- eine einheitliche Vorgehensweise,

- Qualitätssicherung und -steigerung,

- Erhöhung der Produktivität durch kürzere Abstimmungszeiten,

- standardisiertes Vorgehen zur besseren Kalkulation von Neuprojekten,

- Reduzierung der Abhängigkeit von Personen und Firmen innerhalb eines Projekts,

- Vereinheitlichung der Dokumentation von unterschiedlichen Projekten.

Die Integration etwa von Knowledgebase-, Dokumenten-Management-, Groupware- und Kollaborationssystemen erweitert das vorhandene Wissen innerhalb des Unternehmens und unterstützt die Projektmitarbeiter. (bi)

*Jürgen Rosenstock ist verantwortlich für den Geschäftsbereich Projekt-Management der Solvin GmbH in Hamburg.

Checkliste

Worauf Anlagen- und Maschinenbauer bei der Softwaresuche achten sollten:

- Verfügt die Lösung über passende Branchenspezifika?

- Wie hoch ist die fachliche Kompetenz des Herstellers?

- Ist eine schrittweise Einführung von einzelnen Komponenten möglich?

- Ist eine Anpassung an die Datenbanken möglich?

- Ist das Modul fremdsprachenfähig?

- Wurde das Produkt mit Zertifizierungen ausgezeichnet?

- Haben Präsentationen überzeugt?

- Welche strategischen Partnerschaften unterhält der Anbieter?

- Welcher Support wird angeboten?

- Wie hoch sind die Kosten für Implementierung, Schulung und Service?

- Welche Referenzkunden weist der Hersteller vor?

Herstellerübersicht

Anbieter von Projekt-Management-Tools für den Anlagen- und Maschinenbau

Produkt / Anbieter / Link

Acos Plus.1 / Acos Projektmanagement GmbH / www.acos.de

Microsoft Project 2002 / Microsoft Deutschland GmbH / www.microsoft.com

SAP Projektsystem PS / SAP AG / www.sap.de

Artemis Projekt Management / Artemis International GmbH / www.artemispm.de

Asta Power Project / Asta Development GmbH / www.astadev.de

PPMS / Planta GmbH / www.planta.de

Primavera Projektplaner / Inteco GmbH / www.primavera.com

Sciforma Project Scheduler 8 / Le Bihan Consulting GmbH / www.lebihan.de

Engine prime / Engine GmbH & Co. KG / www.engine.de

Pavone Projekt-Management / Pavone AG / www.pavone.de

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.