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11.06.2004 - 

Unternehmen profitieren von erfahrenen Mitarbeitern

Im Zweifel für den Älteren

11.06.2004
MÜNCHEN (CW) - Schon 40-jährige IT-Spezialisten tun sich bei der Jobsuche schwer. Dabei bieten ältere Mitarbeiter IT-Unternehmen echte Vorteile gegenüber jüngeren Mitbewerbern: Sie zeichnen sich durch langjährige Erfahrungen und Netzwerke aus.

Erst 40 Jahre alt und schon Schwierigkeiten, einen neuen Job zu finden: Viele IT-Mitarbeiter sind davon betroffen. Zahlreiche IT-Unternehmen scheinen bei Bewerbern bereits in dieser Altersstufe damit zu rechnen, dass der Bewerber sich nicht mehr auf dem aktuellen Wissensstand befindet. Eine Berufserfahrung von mehr als zehn Jahren wird von vielen IT-Unternehmen schon als kritisch bewertet. Die mittelständische Entire Software AG aus Ulm hat sich für einen anderen Weg entschieden und stellte in den letzten zweieinhalb Jahren sieben neue Mitarbeiter mit einem Alter von über 40 Jahren ein.

Ältere Arbeitnehmer zeichnen sich durch eine Reihe von über lange Zeit erworbenen Soft Skills aus. Sie besitzen durch ihre Berufstätigkeit die nötige Erfahrung, um in schwierigen Situationen gelassener zu reagieren und in Projekten Aufwand und Risiken realistischer einzuschätzen. Mögliche Schwierigkeiten erkennen sie oft früherer als jüngere Kollegen mit weniger Routine. Das hilft dem Arbeitgeber Risiken zu verringern, Kosten zu sparen und Projekte zuverlässiger zu kalkulieren. Ältere Mitarbeiter können oft mit jahrelanger Teamerfahrung und Führungskompetenzen aufwarten.

Als wichtigen Pluspunkt älterer Mitarbeiter sieht das Ulmer Softwarehaus vor allem deren berufliche Netzwerke. "Nur ab einem gewissen Alter und damit verbundener Berufstätigkeit kann ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber einen solchen Mehrwert gegenüber jüngeren Kollegen bieten", meint Bernd Krieger, Vorstand der Entire Software AG, und fügt hinzu: "Bei gleicher Qualifikation ist das Alter dann tatsächlich entscheidend: nämlich zugunsten des älteren Mitarbeiters oder Bewerbers."

Oft wird Mitarbeitern mit zunehmendem Alter unterstellt, dass sie die Fähigkeit zu lernen "verlernt" haben und sich nicht mehr auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung befinden. Doch nach der Erfahrung von Krieger haben die meisten älteren Mitarbeiter die Idee des "lebenslangen Lernens" schon längst verinnerlicht und bemühen sich, den eigenen Wissensstand zu verbessern. Dazu gehört, dass ältere IT-Beschäftigte zunehmend die Initiative zur persönlichen Weiterbildung ergreifen oder Schulungsmaßnahmen beim Arbeitgeber einfordern. Gleichzeitig ist die Bereitschaft zu Eigenanteilen und Eigenleistungen gestiegen. Längst haben auch Ältere ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass IT-Wissen schnell veraltet und man sich nur durch regelmäßige Schulung auf dem neuesten Stand halten kann. Wer das tut, bietet dem Arbeitgeber einen echten Vorteil. (iw)