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15.03.2002 - 

Unternehmen und die Finanzgemeinde

Immer Ärger mit den Analysten

MÜNCHEN (CW) - Die Darmstädter Software AG hat Presseberichten zufolge Probleme mit einer Analystin von Lehman Brothers: Sie rät zum Verkauf der Aktie.

Früher waren Analysten gern gesehene Geschäftspartner, denn in der Regel fielen ihre Prognosen positiv aus. Seit jedoch die Dotcom-Blase geplatzt ist, mehren sich die Herabstufungen. Dies geschah auch bei der Software AG (SAG) durch die Merrill-Analystin Coleen Kaiser, die inzwischen bei Lehman Brothers ist.

Kaiser hat am 1. Februar ihre SAG-Bewertung auf "Underperform" herabgestuft und dies unter anderem mit Zweifeln an der Jahresprognose sowie mangelnder Transparenz der Bilanz begründet. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" hätten die hessischen Softwerker daraufhin schwere Geschütze aufgefahren und sich schriftlich bei Kaisers Vorgesetzten in Frankfurt beschwert.

So hieß es, die Abwertung habe den Aktienkurs so in Mitleidenschaft gezogen, dass man keine Geschäfte mehr mit Lehman machen könne. Zudem sei Kaiser von einer Analysten-Konferenz der Company ausgeladen worden. Angesichts der zuletzt von der Software AG veröffentlichten Prognosen zum laufenden Quartal (siehe Seite 57) überrascht die Einschätzung von Kaiser nicht: Als Folge einer Umsatzwarnung brach der Kurs der SAG-Aktie in der vergangenen Woche um 40 Prozent ein.

SAG-Sprecher Otmar Winzig bestritt hingegen die Vorwürfe: Der Firma werde eine Politik unterstellt, die sie nicht betreibe. Sollten Analysten die Aktie herabstufen, werde gewöhnlich der Kontakt intensiviert, um Missverständnisse aufzuklären. Zudem sei Kaiser nicht die einzige Analystin, die eine negative Einschätzung abgegeben habe. Bei ihren Branchenkollegen seien derartige Probleme nicht aufgetreten. (ajf)