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06.04.1990 - 

US-Untersuchung mit überraschendem Ergebnis

Immer mehr amerikanische DV-Manager werden arbeitslos

NEW YORK (CW) - Die Entlassungsrate bei US-Informatik-Managern hat sich im letzten Jahr auf 13 Prozent verdoppelt und liegt wesentlich höher als es bei höheren Führungskräften üblich ist. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der amerikanischen Wirtschaftsprüfungsfirma Touche, Ross & Co., die von "Business Week" zitiert wird.

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin erklärt die zunehmende Arbeitslosigkeit unter den "Chief Information Officers" (CIO), wie in den USA die DV/Org.-Leiter genannt werden. damit, daß diese m zahlreichen Unternehmen nicht die Erwartungen erfüllten, die in sie gesteckt wurden. Während die Unternehmensführung von DV-Managern den Aufbau strategisch wichtiger Informationssysteme erwarte, würden sich diese vor allem um den Ausbau der Hard- und Software kümmern.

Andererseits belegt eine Befragung von 300 CIOs, daß diese bei ihren Chefs nicht viel zu melden haben. Nur zwei Prozent der DV-Oberen befinden sich auf der Geschäftsleitungsebene, lediglich 7,7 Prozent sind unmittelbar dem Unternehmenschef unterstellt und 60 Prozent gehören nicht einmal einem "Senior Management Committee" an. Darüber hinaus nehmen weniger als zehn Prozent aller CIOs an strategischen Planungssitzungen teil.

Die CIOs sind an der Entwicklung, daß sie in den oberen Etagen wenig Gehör finden, nicht ganz unschuldig, kommentiert das Magazin. Sie sähen ihre Aufgaben nur zu eng auf ihren Informatik-Bereich beschränkt sind hätten weniger die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens vor Augen.

Der Einfluß der DV/Org.-Leiter werde aber nach Meinung von Business Weck langfristig steigen. Das Wirtschaftsmagazin nennt dafür folgende Gründe:

- Es wächst eine Generation von Managern heran, die mit dem Computer eher etwas anfangen kann als die älteren Führungskräfte.

- Durch die erfolgreiche Nutzung von Informationssystemen bei der Komkurrenz wird automatisch die Position des CIO mehr an Bedeutung gewinnen.

Um diese Aussagen zu untermauern, zitiert Business Weck die optimistische Prognose eines Headhunters. Sie lautet, daß in fünf Jahren jeder Informatik-Chef in einem größeren Unternehmen dem obersten Firmenchef ebenbürtig sein wird.

CIO - Hoffen auf die Zukunft

Amerikanischen DV/Org.-Leitern bläst der Wind ins Gesicht. Die Vorgesetzten sind mit der Leistung der Chief Information Officers (CIO) nicht mehr zufrieden und setzen diese auf die Straße.

Fortan erhält die Abkürzung CIO eine neue Bedeutung, nämlich "Career is over".

Denn immerhin hat sich die Zahl der arbeitslosen, CIOs auf 13 Prozent verdoppelt.

Die Gründe für die Entscheidung der Unternehmer, ihre Informatik-Chefs hinauszuwerfen, sind nicht neu: zu sehr Spezialisten, zu stark ihrer DV-Abteilung verhaftet, zu wenig marktorientiert.

So steht der CIO vor der Notwendigkeit, seinen DV-Bereich auch mit Management-Knowhow zu leiten. Schafft er diesen Sprung, kann für ihn die Prognose eines amerikanischen Headhunters zutreffen, daß DV-Leiter in fünf Jahren dem obersten Chef gleichgestellt sein werden. Hans Königes