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15.02.1991 - 

Integration bestehender Installationen

Immer mehr Anwender finden Ausweg aus OSI-Warteschleife

FRAMINGHAM (IDG) - Beim OSI-Netz-Management mahlen die Mühlen langsam. Der Warterei auf entsprechende Produkte überdrüssig geworden, greifen die Anwender oft lieber auf Herstellerkonzepte zurück. Gefragt sind dabei insbesondere solche Anbieter, die für einen späteren Zeitpunkt Interoperabilität im Sinne von Open Systems Interconnect in Aussicht stellen.

"Viele Benutzer, mit denen wir sprachen, erklärten uns, daß sie bis Ende 1991 ihre Netzwerk-Management-Pläne für die nächsten fünf Jahre festlegen müssen", erklärt Robert Montgomery, Präsident des OSI Network Management Forum. Zwischen 125 und 150 der Fortune-1000-Unternehmen oder ähnlicher Firmen hätten derartige Absichten bei den vergangenen Round-Table-Meetings seiner Organisation erkennen lassen.

Auf der kürzlich stattgefundenen Communications Network '91 gaben beispielsweise die National Westminster Bank Plc (Natwest) aus London und die Marine Midland Bank aus Buffalo bekannt, daß sie sich inzwischen für den Einsatz des Alllink Corporation Coordinator von Nynex entschieden hätten. Wie die beiden Unternehmen bekräftigten, bestünde zwar weiterhin der Wunsch nach einer OSI-Migration, aber im Grunde genommen sei man mit dem Nynex-Management zufrieden und gehe auch davon aus, daß es die sich aus zukünftigen Netzwerk-Installationen ergebenden Anforderungen erfüllen könne.

Für Natwest lagen die Gründe für eine Absage an OSI auf der Hand. Nach Angaben von Ken Clamp, Manager für die Netzwerk-Management-Entwicklung an diesem Kreditinstitut, lassen sich die meisten der bereits installierten Produkte mit den offenen Standards nicht in Einklang bringen.

Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage geht es vielen Firmen vorrangig auch darum, Management-Systeme anzuschaffen, die dazu beitragen, daß sich die Investitionen für Netzwerke in Grenzen halten. Die National Westminster Bank sah sich mit der Kostenfrage aufgrund der Implementierung eines neuen, großen Informationssystems konfrontiert. Die anvisierte Lösung nämlich wird das dortige Netzwerk-Verkehrsaufkommen voraussichtlich verdoppeln. Von dem Allink-Einsatz jedoch erhofft sich die Bank nun, daß Hardware-Installationen nicht zu einem proportionalen Anstieg der Zahl von DV- und Communications-Fachleuten im Hause führen. Laut Clamp läßt sich dies beispielsweise durch die Automatisierung von Management-Funktionen gewährleisten.

Vorteile einer Standard-Architektur

Auf dem OSI Network Management Forum betonten User häufig sogar, daß sie sich nicht um die etwaige OSI-Konformität kümmerten, so lange sie die Vorteile einer standardisierten Architektur genössen. Zu den Prioritäten, die Anwender heute setzen, zählen die Möglichkeit zur Integration bestehender heterogener DV-Umgebungen sowie die Stabilität und Langlebigkeit von Produkten für das Netzwerk-Management.

Beim Chemiekonzern ICI Americas Inc. fiel die Wahl auf die Open-end-Lösung Akkumaster. Mit diesem Tool will das Unternehmen nach Aussagen von Duffy John, Direktor für Computer- und Telecom-Services dafür gerüstet sein, beliebige Hard- und Software-Erweiterungen problemlos vorzunehmen. Zwar würde ICI das Angebot eines OSI-basierten Interfaces begrüßen, jedoch habe man diesbezüglich keine ausdrücklichen Forderungen an AT&T gestellt. Duffy: "Wir gehen davon aus, daß die Mehrzahl der Anbieter den Akkumaster unterstützen will." Ähnlich schätze er die Situation auch im Hinblick auf Netview ein.