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28.05.1993

Immer mehr Auftraege bleiben aus Addamax hat sich mit der Klage gegen OSF-Sponsoren uebernommen

MUENCHEN (CW) - Die amerikanische Addamax Corp. musste erfahren, dass es gefaehrlich ist, gegen die Grossen der Branche anzutreten.

Das Softwarehaus hat vor zwei Jahren eine Klage gegen die OSF und deren Sponsoren DEC und HP eingereicht. Um den geschaeftsschaedigenden Folgen des noch laufenden Verfahrens zu entgehen, entschloss sich das Unternehmen nun zur Umfirmierung.

Der Anbieter von Sicherheitssoftware mit Sitz in Champaign, Illinois, wirft der OSF vor, sie verschaffte ihren Mitgliedern Wettbewerbsvorteile, indem sie Softwarestandards "diktiere", die fuer deren Technologien und Strategien guenstig seien. Anklage erhob Addamax auch gegen HP und DEC; beide Hersteller konnten sich bei OSF-Ausschreibungen beispielsweise fuer die Distributed Computing Environment (DCE) mit ihren Produkten durchsetzen (vgl. CW Nr. 18 vom 3. Mai 1991, Seite 1: "US-Softwarehaus: OSF ist ein illegales Kartell").

Wie Randy Sandone, frueherer Executive Vice-President von Addamax, dem britischen Brancheninformationsdienst "Computergram" verriet, war eine regulaere Geschaeftstaetigkeit seit dem Einreichen der Klage nahezu unmoeglich. Als Beispiel nennt der Manager einen Auftrag bei den US-Seestreitkraeften, bei dem Addamax "ausgeladen" wurde, nachdem sich das Partnerunternehmen Planning Research Corp. mit Hewlett-Pakkard zusammengetan hatte. Auch sei es aufgrund des laufenden Prozesses nicht mehr moeglich gewesen, Investoren fuer Addamax zu finden.

Sandone und mit ihm der Rest der Belegschaft haben jetzt die Konsequenzen gezogen und eine neue Firma unter der Bezeichnung Argus Systems Group Inc. gegruendet. Einzig Addamax-President Peter Alsberg, der die OSF vor zwei Jahren als ein "illegales Kartell" bezeichnet hatte, ist geblieben, um den Prozess zu Ende zu bringen.