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05.09.1997 - 

IBM verschiebt Auslieferung

Immer mehr Hersteller rücken vom Net-PC-Konzept ab

Überraschend ist die zwischenzeitlich eingetretene Skepsis der großen OEMs, zumal sie bei der Ausarbeitung der erst vor kurzem vorgestellten Net-PC-Sezifikationen selbst beteiligt waren. In der Einschätzung des Net-PCs stimmen sie mittlerweile mit dem Marktforschungsinstitut International Data Corp. (IDC) überein. Dessen Analysten hatten den Wintel-Rechner von vorneherein als Marketing-Schachzug bezeichnet, der Verwirrung über Konzepte des Network-Computings stiften sollte. Die Absicht, Anwender verunsichern zu wollen, geben die großen PC-Anbieter natürlich nicht zu, sehen aber im Net-PC hauptsächlich ein Werbeinstrument zur Propagierung vereinfachter PC-Administration. Diese Interpretation drängt sich schon deshalb auf, weil die Hardware-Spezifikation für Net-PCs ohnehin der Ausstattung handelsüblicher PCs weitgehend entspricht. Dazu gehören Mindestanforderungen wie Pentium-100, 16 MB RAM, VGA und Plug-and-play-BIOS. Ein Dell-Manager charakterisierte den Net-PC griffig mit dem Satz: "Es ist nur ein anderes Gehäuse." Dieses muß laut Spezifikation versiegelt sein.

Während HP-Manager Jacques Clay den Net-PC vor einiger Zeit für tot erklärt hatte (siehe CW Nr. 30 vom 25. Juli 1997, Seite 6), betrachtet Compaq den Net-PC ganz im Sinne des Werbekonzepts als Ansporn, alle Desktop-Modelle konform mit dessen Spezifikation auszustatten. Explizit ausgewiesene Net-PCs werden nach Schätzungen der Pfeiffer-Company nur fünf Prozent des Desktop-Umsatzes ausmachen.

Ähnlich denkt man bei IBM. Marketing-Manager Bill Hughes rechtfertigte die Verschiebung des hauseigenen Net-PCs auf nächstes Jahr damit, daß "wir dessen Funktionalität durch Low-end-Modelle der PC-300-Linie zur Verfügung stellen können".