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22.11.1996 - 

IT im Bauwesen/Kommentar

Immobil

Verglichen mit anderen Industrien, scheint die Baubranche ein wenig zurückgeblieben, was den Einsatz von integrierender Computerleistung angeht. Eigentlich verwunderlich, wo doch komplexes Projekt-Management seit dem Bau der Pyramiden eine Stärke der Baumeister war. Mangelnder Konkurrenzdruck aus dem Ausland und über Jahrzehnte hin dicke Auftragspolster mögen zur inneren Immobilität der Immobilien-Industrie beigetragen haben.

Die Vergabe prestigeträchtiger Vorhaben, wie beispielsweise der Berliner Reichstagskuppel an den "Umbau-Architekten" Sir Norman Forster, sollte die Branche wachgerüttelt haben. Architektenkunst, High-Tech-Ingenieurleistung und ökologisches Planen gehen hier eine richtungsweisende Symbiose ein.

Perfekt indes können selbst solche Projekte interdisziplinärer Zusammenarbeit erst werden, wenn ein ausgefeiltes Schnittstellen-Management stattfindet. Hier gilt es, sich an Branchen wie etwa der Automobilindustrie zu orientieren, die unter starkem internationalem Wettbewerbsdruck stehen: Just-in-time-Anwendungen, Prozeßmodellierung und -simulation, überhaupt der Simulation von Vorgängen, Gebäuden und Gebäudekomponenten, ist mehr Raum zu geben. DV-gestützte Sprachkommunikation auf und zwischen Baustellen, Online-Datenbankabfragen etc., all dieses gibt es bereits. Integration, daran fehlt es. Aber hier liegen die aktivierbaren Reserven.

Erste Schritte zu Normierungen sind gemacht, weitere müssen folgen. Die schwache Konjunktur sollte dazu provozieren, möglichst viele neue Techniken und Methoden in die herkömmliche Baukunst zu integrieren und sie zu perfektionieren im Hinblick auf eine sich immer schneller wandelnde Gesellschaft. Nicht umsonst stellen die Weltmeister der Perfektionierung, die Japaner, die zur Zeit angesehensten Architekten.