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25.11.1983 - 

Büro- und Informationstechnik verzeichnet starke Belebung:

Impulse vor allem aus der Datentechnik

BAD HOMBURG (pi) - Erhebliche Zuwachsraten verzeichnete die Branche der Büro- und Informationstechnik im 1. Halbjahr 1983. Diese Auffassung vertritt der BVB, Bundesverband Vertriebsunternehmen Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik e. V., Bad Homburg. Die sich am Ende des Jahres 1982 andeutende positive Entwicklung bei Auftragseingängen und Umsätzen setzte sich im Jahresverlauf 1983 weiter fort.

Zwar sei die Investitionsbereitschaft der Unternehmen noch recht zögernd, doch zeige sich allmählich nicht nur in Großbetrieben, sondern auch in kleinen und mittleren Unternehmen der Wille, moderne Systeme der Büro-, Informations- und Kommunikationstechnik kostensparend in den Betrieben einzusetzen. Ein sich weiter verbesserndes Preis-/Leistungsverhältnis der Produkte verstärke diese Bereitschaft.

Besonders stark nahmen die Inlandsbestellungen für EDV-Geräte zu (plus zwölf Prozent in den ersten acht Monaten). Diese rege Nachfrage war nicht nur auf den großen Messen wie auf der Hannover-Messe '83 und der Systems zu spüren, sondern auch auf den vielen regionalen Büro-Fachausstellungen. Nach den amtlichen Zahlen erreichten Produktion, Import und Export gegenüber dem 1. Halbjahr 1982 zweistellige Zuwachsraten.

Besonders erfreulich war die Steigerung der Produktion bei Büromaschinen und Datentechnik um 17,3 Prozent auf über 5,59 Milliarden Mark (1. Halbjahr 1982: 4,77 Milliarden Mark). Ebenfalls sehr lebhaft war im 1. Halbjahr 1983 der Außenhandel. Für Büromaschinen und Geräte der Datenverarbeitung stiegen die Einfuhren um 20,0 Prozent auf über 4,38 Milliarden Mark. Die Exporte stiegen um 16,3 Prozent auf über 4,37 Milliarden Mark. Das Inlandsangebot stieg somit von 4,66 Milliarden Mark auf 5,61 Milliarden Mark, was eine Steigerung von 20,4 Prozent bedeutet.

Zwar nahm auch im 1. Halbjahr 1983 der Anteil der Datentechnik am Inlandsangebot der gesamten Branche weiter zu, doch bei weitem nicht mehr in diesem Ausmaß wie in den vergangenen Jahren. Der Anteil stieg lediglich um 0,1 Prozentpunkte auf 85,3.

Aus dem Bereich der Datentechnik kamen, wie bereits in den letzten Jahren auch schon, die stärksten Wachstumsimpulse. So verzeichnete die Produktion eine Steigerung von 22,3 Prozent auf über 4,72 Milliarden Mark. 73 Prozent der hergestellten Geräte wurden exportiert (+ 2,4 Prozentpunkte). Doch nicht nur die Exporte, sondern auch die Importe stiegen erheblich. So wurden 23,6 Prozent mehr Datenverarbeitungsgeräte importiert als im 1. Halbjahr 1982 (Wert: 3,5 Milliarden Mark). Die Exporte erhöhten sich ebenfalls auf knapp 3,5 Milliarden Mark, was einer Zuwachsrate von 26,6 Prozent entspricht. Bezieht man diese Zahlen auf die Gesamteinfuhr beziehungsweise -ausfuhr der Branche, zeigt sich, daß 81,1 Prozent (78,9 Prozent) aller importierten (exportierten) Geräte aus dem Bereich der Datentechnik stammen.

1zBüromaschinen rückläufig

Das Inlandsangebot beim Bereich Datentechnik erhöhte sich gegenüber dem 1. Halbjahr 1982 um 20,6 Prozent auf über 4,78 Milliarden Mark.

Weiter rückläufig war dagegen die Produktion bei Büromaschinen. Diese sank um 3,9 Prozent auf 0,87 Milliarden Mark. Hier setzt sich weiter der Trend fort, daß bestimmte Produkte kostengünstiger aus Ländern wie Japan, Hongkong und Singapur importiert, als in Deutschland produziert werden. So stiegen die Importe auch im 1. Halbjahr 1983 weiter um 7,2 Prozent auf knapp 0,88 Milliarden Mark an.

Keine Veränderung der Rangfolge auf den ersten fünf Plätzen zeigt der Vergleich der wichtigsten Importländer. Bis auf Italien, dessen Exporte in die Bundesrepublik Deutschland um 5,8 Prozent geringer waren (Wert 0,22 Milliarden Mark, Platz 5) als im 1. Halbjahr 1982, konnten die ersten vier Länder zweistellige Zuwachsraten verzeichnen.

Unangefochten an erster Stelle lagen mit einem Importwert von fast 1,60 Milliarden Mark und einem Prozent-Anteil am Inlandsangebot von 24,6 Prozent die USA (+ 18,4 Prozent).

Japan steigerte seinen Importwert um 28,1 Prozent auf 0,73 Milliarden Mark und baute seinen zweiten Platz weiter aus. Japan gehört zu den wenigen Ländern, das seinen Prozent-Anteil am Inlandsangebot noch erhöhen konnte (von 12,1 auf 12,6 Prozent).

Auf den Plätzen 3 und 4 liegen Großbritannien mit einem Importwert von 0,54 Milliarden Mark und einer Steigerungsrate von 19,3 Prozent und Frankreich mit 0,52 Milliarden Mark und + 18,1 Prozent.

Obwohl der Importwert aller EG-Länder um 16,8 Prozent auf fast 1,8 Milliarden Mark stieg, ging der Anteil an der Gesamteinfuhr am 1,9 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent zurück.