Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.04.1977 - 

Der Arbeitsplatz des Dialog-Sachbearbeiters:

In 10 Jahren reif für die Rente

Der Computer am Arbeitsplatz ist heute noch weitgehendst ein Arbeitsplatz am Computer (Abbildung 1):

- Der Bildschirm ist einem TV-Apparat nachempfunden, zusätzlich mit einer Tastatur versehen.

- Der Arbeitsplatz des Sachbearbeiters wird durch sein Terminal verkleinert.

- Ist das Bildschirmterminal in Betrieb, beginnt die Augengymnastik des Sachbearbeiters, der sich mühsam durch die vorgegebenen Masken bewegen muß.

Um den Arbeitsplatz des Dialog-Sachbearbeiters human zu gestalten, muß auf drei Forderungen Rücksicht genommen werden:

1. Das Terminal muß sich dem Sachbearbeiter anpassen, nicht umgekehrt.

- Die Flexibilität der Bildschirmterminals muß erhöht werden. Erreicht wird dies durch eine flexible Tastatur und einen in der Höhe und der Neigung verstellbaren Bildschirm (Abbildung 2).

- Um das Blindschreiben zu gewährleisten, ist die Tastatur (wie bei einer mechanischen Schreibmaschine) stufenweise anzuordnen, denn nur so ist es möglich, ohne Orientierungshilfe durch -die Augen zu arbeiten.

- Der Bildschirm muß möglichst reflexfrei sein.

2. Das Pult des Sachbearbeiters ist den neuen Anforderungen anzupassen)! (Abbildung 3)

- Die Tastatur muß sich auf Schreibmaschinentischhöhe, nicht auf Pulthöhe befinden.

- Die Arbeitsfläche soll sich in normaler Pulthöhe und im Drehbereich, nicht im Gehbereich des Sachbearbeiters befinden.

3. Die Organisation der Bildschirmmasken hat auf den Sachbearbeiter Rücksicht zu nehmen.

- Möglichst wenige, dafür relevante Informationen auf dem Bildschirm.

- Immer gleicher Eingabebereich auf dem Bildschirm, ebenso gleicher Antwortbereich bei Fehlermeldungen.

Selbstverständlich sind die Forderungen 1 und 2 mit Mehrkosten verbunden. (Punkt 3 ist nur eine Frage der Koordination und Konsequenz.) Die Mehrkosten müssen in Kauf genommen werden, um das Wohlbefinden und die Motivation des Sachbearbeiters an einem ergonometrisch optimal gestalteten Arbeitsplatz zu erhöhen.

W. Willi ist Mitarbeiter des Instituts für Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen.