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17.01.1975

In den Dolomiten:\Computer zählt Skihaserln

CORTINA - Mit dem neuen Dolomiten-Superskipaß kann man in diesem Winter erstmals 251 verschiedene Lifte in sechs Tälern benutzen. Der Paß, der mit einem Polaroid-Ausweisgerät hergestellt wird und bei 21 Verkaufsstellen in dem Gebiet erhältlich ist, kann am Lift in ein Lesegerät gesteckt werden. Das Lesegerät, dem ein Kleincomputer angeschossen ist, liest die auf dem Paß mit jeweils fünf vertikalen Strichen unterschiedlicher Länge codierten vierzehn Ziffern.

Die Ziffern besagen, wie lange der Paß gültig ist, wer ihn ausgegeben hat und um was für einen Paß-Typ (zum Beispiel Saisonkarte für Kinder) es sich handelt Der Kleincomputer prüft die Gültigkeit des Passes; fällt die Prüfung positiv aus, so gibt es ein akustisches Signal - außerdem wird je nach Fahrtrichtung und Liftanlage gegebenenfalls eine Sperre geöffnet.

Die Daten, die vom Skipaß abgelesen wurden, werden zusammen mit festen Daten über die jeweilige Liftanlage auf einen Lochstreifen übernommen. Dieser Streifen wird im Abstand von drei bis vier Wochen entnommen und im Rechenzentrum ausgewertet. Hier wird ausgerechnet, wie oft mit welchen Karten auf welchen Liften gefahren wurde und wieviel Prozent der Einnahmen aus dem Skipaß-Verkauf infolgedessen welchem Liftbetrieb zukommen.

Das Dolomiten-Skigebiet ist in sechs Bezirke (Cortina, Pustetal, Abteital, Grödental, Fassa-Tal und Marmolata) eingeteilt. Skipässe gibt es entweder für einen dieser Bezirke oder - als Super-Skipaß - für alle zusammen. Die Pässe gelten je nach Wunsch des Kunden von einem Tag ("Tageskarte") bis zu vier Wochen oder die ganze Saison. In jedem Tal haben die Liftbesitzer jeweils eine Genossenschaft gegründet; die sechs Genossenschaften sind in einem Bund zusammengeschlossen, der das System eingerichtet hat und die Abrechnung durchführt. Entwickelt wird das System von dem auf Fremdenverkehr spezialisierten freien Ingenieur Hugo Illing in Cortina. "Wir haben in den Jahren davor alle möglichen Lesegeräte mit Fotodioden, Induktionssystemen und Magnetbändern ausprobiert und sind schließlich auf das optische Leseverfahren mit den Strichmarkierungen sowie der Aufzeichnung auf Lochstreifen gekommen", berichtet Illing. Die Lesegeräte, die ursprünglich für die Anwesenheits- und Arbeitszeitkontrolle in Industriebetrieben entwickelt wurden, lieferte die italienische Firma Ages, die auch die Kleincomputer sowie den Zentralrechner für diesen Zweck herstellte.