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13.05.2005

"In den nächsten zwei Jahren bleiben die Servicepreise unter Druck"

Mit Wolfram Fischer, Geschäftsführer von Hewlett-Packard GmbH (HP) und als Vice President der Technology Solutions Group zuständig für das hiesige Servicegeschäft, sprach CW-Redakteur Joachim Hackmann.

CW: HP hat im vergangenen Jahr viele Service-Deals gewonnen, scheint sich seitdem aber zurückzuhalten. Täuscht der Eindruck?

Fischer: Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf des letzten Jahres. Mit Triaton haben wir eine bedeutende Akquisition getätigt, dazu kamen weitere umfangreiche Verträge. Nun sind wir dabei, die Übergangsphase bei unseren Kunden gut umzusetzen. Wir wollen weiterhin wachsen, fokussieren uns in diesem Jahr aber auf das Outtasking. Dort sind die Projekte in der Regel nicht so groß und finden in der Öffentlichkeit entsprechend weniger Beachtung.

CW: Sie haben zuletzt einige Aufträge mit Mitarbeiterübernahmen gewonnen. Hemmt das die Bereitschaft, erneut große Outsourcing-Aufträge?

Fischer: Wir wollen zum einen mit guten Lösungen organisch zulegen. Hier liegt das Wachstumspotenzial bei drei bis sieben Prozent. Zum anderen wollen wir über den Marktdurchschnitt hinaus mit Akquisitionen und Outsourcing-Projekten wachsen.

CW: Auch wenn Mitarbeiter übernommen werden sollen?

Fischer: Ja, klar.

CW: Welche Wachstumsziele haben Sie in Deutschland?

Fischer: Beim Technologiesupport, im klassischen Wartungs- sowie im Outtasking-Geschäft wollen wir unsere Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um sechs bis sieben Prozent verbessern, das Marktwachstum soll sich hier auf lediglich drei bis vier Prozent belaufen. Im Beratungs- und Systemintegrationsgeschäft orientieren wir uns nicht an den Prognosen der Analysten, weil wir mit unserem Portfolio nicht vergleichbar sind. Hier werden wir um zehn oder elf Prozent zulegen. Im Outsourcing-Geschäft wollen wir bei den Aufträgen etwa drei- bis viermal schneller als der Markt wachsen.

CW: Wie hoch war denn das Outsourcing-Wachstum der vergangenen Jahre?

Fischer: Im Jahr 2004 belief es sich auf 45 Prozent, im Jahr zuvor auf 42 Prozent.

CW: Wie wird sich der Servicemarkt in Deutschland in den kommenden Jahren entwickeln?

Fischer: Das Manko im deutschen Servicemarkt ist die enorme Überkapazität. Ich schätze, dass es rund 30 000 Mitarbeiter im Markt gibt, die derzeit nicht ausgelastet sind. Das drückt den Preis, und die Anbieter, die diesem Druck standhalten wollen, benötigen wettbewerbsfähige Strukturen. Ich sehe in den nächsten zwei Jahren keine Entlastung bei den Preisen. Der Margenverfall im Servicemarkt wird ähnlich wie im Produktgeschäft fortschreiten. Die Serviceanbieter müssen sich daher in der Wertschöpfungskette nach oben orientieren.