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Cap Gemini mit Ernst & Young - IBM mit PWC?


04.02.2000 - 

In der Consulting-Branche grassieren Fusionsgerüchte

MÜNCHEN (CW) - Nach amerikanischen Zeitungsberichten sollen IBMs Berater künftig mit ihren Kollegen von Pricewaterhouse-Coopers (PWC) zusammenarbeiten. Cap Gemini hingegen betreibt die Übernahme der IT-Sparte von Ernst & Young.

Kaum war das Gerücht in die Welt gesetzt, trudelten auch schon die ersten Dementis ein: PWC wies einen Zeitungsbericht zurück, wonach das Unternehmen mit IBM über eine Allianz im IT-Beratungsgeschäft nachdenke. Dass die Sparte an Big Blue verkauft werde oder beide Konzerne das Geschäftsfeld künftig gemeinsam bestellen, sei haltlose Spekulation. Derweil lehnte es IBM ab, zu Gerüchten Stellung zu beziehen.

Eine Runde weiter sind die Übernahmeverhandlungen zwischen dem französischen IT-Dienstleister Cap Gemini und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Cap-Gemini-Vorstandsvorsitzender Paul Hermelin bestätigte unlängst Gerüchte, wonach die Firma aus Paris den IT-Consulting-Bereich von Ernst & Young kaufen will. Dabei zielen die Franzosen in erster Linie auf das Internet-Know-how der Amerikaner: Das Kernthema der Zukunft sei das E-Business, so der deutsche Cap-Geschäftsführer Kjell Ulmfeld.

Das Problem des Mergers ist wahrscheinlich weniger der Preis, den die Franzosen zu zahlen bereit sind - Summen zwischen fünf und 14 Milliarden Dollar wären denkbar. Der Haken liegt in der Sozietätsstruktur von Ernst & Young, da sich durch die Vielzahl der zu führenden Gespräche der Übernahmeprozess verschleppt. "Die Verhandlungen laufen sehr gut", so Ulmfeld, "aber die Entscheidungen müssen eben mit allen Partnern abgestimmt werden." Beobachter rechnen mit einer definitiven Aussage im Mai beim Treffen der Cap-Gemini-Aktionäre.

Darüber hinaus werden die Franzosen auch mit Mannesmann ins Gespräch gebracht. Die Firmen wollen laut Berichten ihre Kompetenzen in den Bereichen Telekommunikation, IT und E-Business in zwei Joint Ventures zusammenführen. Zum einen sind digitale Marktplätze im Business-to-Business-Geschäft geplant, zweitens wollen Mannesmann und Cap Gemini in den Web-Hosting-Markt expandieren.

Allerdings ist es hier in erster Linie Mannesmann, das von einer Allianz profitieren würde. Während das unter starkem Übernahmedruck durch Vodafone stehende Unternehmen die "Vorhaben" mit Cap Gemini auf der eigenen Website ankündigte, sucht man bei den Franzosen vergeblich nach einer Bestätigung. Deren Deutschland-Chef konnte in der vergangenen Woche nichts dazu sagen. Ulmfeld: "Es werden zur Zeit sehr viele Gespräche geführt."