Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.01.1998 - 

Cabletron entläßt 600 Mitarbeiter

In der Krise: Gewinneinbruch bei 3Com und Cabletron

3Com bilanzierte jetzt für das am 30. November 1997 beendete zweite Quartal einen Nettogewinn von 15,1 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie. Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres (115,7 Millionen Dollar oder 33 Cent je Aktie) bedeutet dies ein Minus von 87 Prozent.

Nicht ganz so dramatisch fielen die Umsätze der kalifornischen Internetworking-Company: Die Einnahmen gingen im Vorjahresvergleich von 1,4 auf 1,2 Milliarden Dollar zurück. In einer an die Börsianer gerichteten Gewinnwarnung hatte 3Com lediglich von Schwierigkeiten in dem durch die Übernahme von U.S. Robotics geerbten Modem-Business gesprochen. Besonders das Geschäft mit den 56-Kbit/s-Modems sei wegen der zwei konkurrierenden Standards schwierig. 49 Prozent des Umsatzes wurden aber, wie 3Com jetzt mitteilte, mit "Client-Access"-Produkten generiert - also primär durch frühere U.S. Robotics-Geschäftsbereiche.

Während bei 3Com in einem Kommentar zum Quartalsergebnis noch vom schwachen Asiengeschäft und zu großen Lagerbeständen die Rede ist, sehen immer mehr Branchen-Insider das Unternehmen in strukturellen Schwierigkeiten. Der Anbieter hat sich ihrer Meinung nach nicht nur mit dem Kauf von U.S. Robotics, sondern auch mit der Optimierung des Produktportfolios in Sachen Corporate Networking, mit der man Wettbewerbern wie Bay Networks und Cisco Systems stärker als bisher Konkurrenz machen möchte, übernommen. Zudem deuteten Anzeichen auch in den USA und Europa auf eine generelle "Marktschwäche" hin.

Dafür, daß die US-Netzwerkfirmen 1998 vor einem durchwachsenen Jahr stehen könnten, spricht auch die aktuelle Situation bei Cabletron. Die Company, die schon in den zurückliegenden Monaten durch den überraschenden Rücktritt von Mitbegründer und CEO Robert Levine und den Kauf der Networking-Division von Digital Equipment Schlagzeilen gemacht hatte, wartete nun mit einem weiteren Paukenschlag auf: Zwei Produktionsstätten in den USA sollen geschlossen und 600 Mitarbeiter entlassen werden.

Bereits Anfang Dezember hatte Cabletron - analog zu 3Com - eine Gewinnwarnung herausgegeben. Demnach sollte der Gewinn im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 57 auf acht Cent je Aktie, der Umsatz von 361 auf 330 Millionen Dollar zurückgehen. Jetzt rechnet man, wie es bei Cabletron heißt, nur noch mit maximal vier Cent Ertrag je Aktie. Gleichzeitig werden die allgemeine Nachfrageschwäche sowie eine durch technische Probleme bedingte Verzögerung bei der Produktauslieferung als Ursachen für die aktuelle Misere genannnt.