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12.01.1996 - 

Die Suche nach Software und Produktinformationen steht im Vordergrund

In Europa bleibt das Internet noch eine reine Maennerdomaene

Waehrend in den USA immer mehr Frauen das WWW nutzen (rund 30 Prozent), bleibt das Internet in Europa eine Maennerdomaene. Rund 90 Prozent der europaeischen User sind der Studie zufolge Maenner. Unabhaengig vom Geschlecht sind sich die Anwender in ihrer Kritik am WWW weitgehend einig: Die langsame Geschwindigkeit sowie die schwierige Informationssuche gehoeren zu den Hauptkritikpunkten. Antriebsfeder fuer das Surfen im WWW ist in der Regel die Suche nach neuer Software sowie Produktinformationen. Ebenso wird das Netz haeufig dazu genutzt, um elektronische News zu lesen oder Referenzmaterial zu Themen zu finden.

Immer mehr Neulinge tummeln sich im Netz der Netze. Zaehlten in der letzten Studie noch fast ein Drittel der Befragten zu den alten Internet-Hasen, die das Medium seit mindestens einem oder drei Jahren nutzen, so waren es diesmal nur noch zehn Prozent. Dafuer ist der Anteil der Anwender, die seit weniger als einem Jahr mit dem WWW arbeiten, auf 60 Prozent geklettert. Dabei ist der durchschnittliche Web-Nutzer 32,7 Jahre alt. Im Schnitt sind die europaeischen Anwender mit 29,7 Jahren etwas juenger als die US-Surfer, die durchschnittlich 33,2 Jahre alt sind.

Universitaeten stellen das Gros der Anwender

Das Gros der Anwender stammt aus dem Umfeld der Universitaeten (31 Prozent) sowie der Computerbranche (29 Prozent). Mit Abstand folgen sonstige Berufstaetige mit fast zwanzig Prozent sowie Manager mit rund zehn Prozent. Im internationalen Vergleich ist dabei die Zahl der aus Wissenschaft und Computerindustrie stammenden Usern in Europa etwas hoeher als in den USA. Dafuer gehoert das WWW in den Vereinigten Staaten bereits eher zum Arbeitsalltag als in Europa. Waehrend auf dem alten Kontinent nur 16 Prozent der Netzsurfer das Medium beruflich nutzen, sind es jenseits des grossen Teichs bereits ueber zwanzig Prozent. Im Schnitt haben die WWW-User ein Jahreseinkommen von 63000 Dollar. Auf den ersten Blick verdienen die US-Anwender mit 64 700 Dollar mehr als ihre europaeischen Kollegen mit 56000 Dollar. Diese Differenz erklaert sich nach Angaben der Autoren der Studie dadurch, dass in Europa mehr Studenten den Online-Fragebogen beantworteten.

An der Umfrage, die im WWW zwischen Oktober und November durchgefuehrt wurde, waren im Vergleich zu der vorhergehenden Erhebung mehr Auskunftgeber beteiligt, die nicht aus den USA stammten. Insgesamt erhielten die Forscher rund 23000 Antworten, dies entspricht fast einer Verdoppelung gegenueber den 13000 Teilnehmern bei der letzten Untersuchung im April.

Die Frageboegen waren in Englisch verfasst und ueber den Web-Server der GVU zu erreichen. In der Wahl der Sprache sieht Jim Pitkow, graduierter Student am GVU und einer der Autoren der Umfrage, neben den hohen Antwortzeiten einen moeglichen Grund fuer den trotz der Zunahme immer noch kleinen Anteil von Teilnehmern ausserhalb der USA. So kamen ueber drei Viertel der Antworten aus den Vereinigten Staaten, zehn Prozent aus Kanada, acht Prozent aus Europa und nur zwei Prozent aus Australien und Neuseeland.

Interessierte koennen die wichtigsten Ergebnisse der Studie im WWW unter der Adresse " http://www.gatech.edu" abrufen.