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13.08.1993

In - ex - out

Rezession als Chance? Ja. Gefragt sind Entscheider. Outsourcing ja oder nein? Die Kunst des Entschlusses liegt in der Differenzierung. Rechnen allein genuegt nicht. Risikoloses und Kosten-Nutzen-orientiertes Delegieren ist ein erster Schritt, sich vom Routine-Handling zu entlasten - mit dem mittelfristigen Ziel, im Kernbereich der Informationsverarbeitung zum einen dem neuen Denken - sprich der Prozessorientierung - Eingang zu verschaffen und zum anderen der neuen Technologie, seien es hardwareseitig Client-Server-Konfigurationen, sei es in der Software-Entwicklung beispielsweise die Objektorientierung. Im Rechenzentrum denken viele so.

Entscheider in der Chefetage jedoch muessen fragen: Koennen wir uns diese wohlueberlegte, aber gemaechliche Gangart leisten? Kein Unternehmen, das zur Zeit nicht fuer mehr Kundennaehe, Abflachung der Hierarchie, geringere Fristen in Produktentwicklung und weniger "time to market" eine Strategie entwickelt oder diese bereits umsetzt. Das ueppige Outsourcer-Angebot verspricht dabei rasche Hilfe durch Standard-Tools a la SAP, durch Problemloesungskompetenz etc. pp. Die einstigen System-integratoren aus der Beraterzunft verstehen sich jetzt recht gut auf das Geschaeft der Systemexternaliserung. Die prompte Beduerfnisbefriedigung koennte einen Pferdefuss haben.

Grosse Outsourcer sprechen haeufig noch die vertraute Sprache der alten DV-Welt, waehrend sie gleichzeitig in Aussicht stellen, dem innovationsueberforderten Entscheider die Muehsal der Migration abnehmen zu koennen. Wer dann einfach einen Komplett-Outsourcing- Vertrag unterschreibt, und sei er juristisch noch so ausgefeilt und auch technisch bis zur letzten Schnittstelle durchgecheckt, der koennte sich schon bald in der Situation des guten alten Dr. Faustus befinden.

Weg von diesem Bild. Die Outsourcer sollen nicht verteufelt werden. Doch daran sollte niemand zweifeln: Wer sich in einer sich rasch wandelnden Welt nicht auch selbst veraendert, also im Hochleistungssport der Innovation nicht hoechstselbst am Ball bleibt, koennte bald in der Lage eines x-beliebigen Clients sein, der sich in die entscheidende Server-Position innerhalb desjenigen Client-Server-Systems hineinwuenscht, das er zu installieren nicht in der Lage war.+ bi