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10.03.1989 - 

Unix International auf Werbetour im Fernen Osten:

In Fernost geht die Unix-Sonne auf

TOKIO (CW) - Geradezu Schlange stehen Japanische Unternehmen bei der Unix International Inc. Während einer Gesprächsrunde der führenden Köpfe dieser Vereinigung in Japan baten nicht weniger als 130 fernöstliche Hard- und Softwarehäuser um einen Termin. Bereits jetzt sind elf der 46 Mitgliedsunternehmen japanischer Herkunft, auch die 14köpfige Führungsetage ist zur Hälfte mit Japanern besetzt.

Sowohl Japaner als auch Amerikaner erwarten Vorteile aus der intensiven Beschäftigung mit dem Betriebssystem. Herstellerabhängige Betriebssysteme werden als die letzte große Barriere in der Computerindustrie gewertet, heißt es aus Tokio. Obwohl die japanische Regierung bislang den europäischen und transatlantischen Offizialbemühungen um eine Standardisierung von Unix nicht gefolgt ist, hoffen vor allem US-Unternehmen auf einen soll Schritt und erwarten eine flexiblere Handhabung der Unix-Probleme durch die japanische Regierung.

Für die nächsten zehn Jahre sehen japanische Mitglieder der Gesprächsrunde keine Konkurrenz für Unix durch das in Nippon entwickelte Betriebssystem Tron.

Bemerkenswert, daß zehn der 46 japanischen Unix International Mitglieder auch bei der Open Software Foundation unterschrieben haben. Als Resumee der Gespräche wurde jedoch, so beispielsweise bei Toshiba, deutlich, daß diese Mitgliedschaft auf einer eigenständigen Entscheidung im Rahmen der Budgetmöglichkeiten des US-Managements beruhe. Allein die Informationsmöglichkeiten rechtfertigten den 25000 Dollar hohen Beitrag.

Erneut bestätigt wurde während des Treffens, daß derzeit keine Gespräche zwischen der OSF und Unix International liefen. X/Open Vizepräsident William Booning, ebenfalls ein Miglied der Runde, nutzte derweil nach Berichten aus Tokio den Aufmarsch, um die Spezifikationen für einen japanischen Unix-Sprachprozessor weiter abzuklären. AT&T Unix Pacific arbeitet derzeit daran.