Oracle, IBM, HSQLDB, SQLite

In-Memory-Datenbanken im Vergleich

31.07.2012
Von Roland Stirnimann und Jan Ott

Das leisten In-Memory-Datenbanken

Bei der Auswahl der In-Memory-DB spielen die zu erwartende Größe der Datenbank sowie die Anzahl der Transaktionen eine entscheidende Rolle.
Bei der Auswahl der In-Memory-DB spielen die zu erwartende Größe der Datenbank sowie die Anzahl der Transaktionen eine entscheidende Rolle.
Foto: Trivadis

Eine In-Memory-Datenbank stellt im Grunde ein besonderes Datenbank-Feature dar, mit dem sich Business-Anwendungen erheblich beschleunigen lassen. Sofern für eine Plattform beziehungsweise Programmiersprache ein Treiber existiert, lässt sich eine In-Memory-Lösung grundsätzlich wie ein herkömmliches RDBMS ansprechen. Allerdings ist dafür die betreffende Applikation an die Funktionen der Datenbank anzupassen und nicht umgekehrt. Der bloße Einsatz der In-Memory-Technologie garantiert noch lange keine zuverlässigen Performance-Vorteile. Der Grund: Wie bei vielen anderen Anwendungen gibt es keine funktionierende Out-of-the-Box-Lösung. Vor allem im Enterprise-Segment sind unternehmensspezifische Anpassungen notwendig. Herausforderungen und Probleme liegen oft im Detail und treten meist erst während einer Proof-of-Concept-Phase zutage.

Folgende Anforderungen und Rahmenparameter sprechen häufig für den Einsatz einer In-Memory- Datenbank:

  • Hoch frequentierter Lesezugriff auf den Daten-Cache (Lookup-Tabellen);

  • temporäre Daten mit vielen Zugriffen (lesend und schreibend);

  • Entlastung des Datenbank-Servers (Anzahl Transaktionen, I/O, User Sessions);

  • Ausführung einfacher, kurzer SQL-Statements;

  • Datenverlust kann in Kauf genommen werden;

  • Datenbank kann/soll nahe der Applikation liegen (gleicher Server, Direct Connect).

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