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Bis Ende 1997 sollen alle deutschen Wirtschaftszentren vernetzt sein


17.05.1996 - 

In München nimmt die Telekom ihr viertes City-Netz in Betrieb

Unter dem Motto "Die City wird zum Campus", so Herbert Gerber, Produkt-Manager City-Netze, baut die Telekom derzeit in den deutschen Wirtschaftszentren neue High-speed-Netze auf. Nach Frankfurt am Main - hier stehen die Bonner im Wettbewerb mit Colt und MFS -, Berlin und Hamburg fiel jetzt in München der Startschuß für das vierte City-Netz des Carriers. Erster Kunde des neuen Telekom-Angebots in der bayerischen Metropole ist BMW.

Sieben weitere Netze sollen heuer noch folgen. Bis Ende 1997 wollen die Bonner dann, so der derzeitige Planungsstand, bundesweit 30 bis 35 schnelle Stadtnetze einrichten und zudem die Vernetzung zwischen den Wirtschaftsräumen realisieren.

Technisch gesehen basiert jedes City-Netz auf mehreren Glasfaserringen. So sind in München, hier ist erst ein Ring in Betrieb, sieben Teilstücke mit einer jeweiligen Bandbreite von 622 Mbit/s geplant. Dabei werden die Glasfasern möglichst so verlegt, daß ein Anschluß direkt beim Kunden erfolgt. Gebühren für Zuleitungen zum Netz entfallen somit im Ortsbereich. Hier liegt auch einer der Hauptunterschiede zum Datex-M-Angebot der Telekom, das nur über einen Point of presence verfügt und somit teure Zuleitungen erfordert. Zudem sind die City-Netze zur Sprachkommunikation besser geeignet als Datex-M.

Je nach Lösungspaket kann der Anwender einen SDH-Anschluß mit mindestens 2, 34 oder 155 Mbit/s mit oder ohne Router, Sprach- beziehungsweise Datenmultiplexer oder ATM-Switch bestellen. Der physikalische Anschluß an das City-Netz erfolgt je nach gewünschtem Service-Grad unterschiedlich. Während der Anwender beim Standard-Service nur mit einer Glasfaser an den Ring angeschlossen wird, beinhaltet der Premium-Service eine zweite Verbindung, womit nach Angaben der Telekom eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent gewährleistet ist. Darüber hinaus kann der User zwischen vier Paketen wählen: City-Connect, City-LAN, City-Voice sowie City-ATM. Mit dem City-Connect-Angebot stellt die Telekom Dienste auf der Basis digitaler Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zur Verfügung. Die Basisbandbreiten betragen dabei 2, 34 sowie 155 Mbit/s. Zusätzlich ist die Bandbreite vor Ort in Subbitraten aufteilbar. Eine Komplettlösung für die Koppelung von im Stadtgebiet verteilten lokalen Netzen bietet der Carrier mit City-LAN an.

Die Verbindung von TK-Anlagen einschließlich der Komprimierung der Sprachkanäle steht bei City-Voice im Vordergrund. Mit City-ATM präsentieren die Bonner eine Lösung für den Einsatz sämtlicher TK-Anwendungen wie Sprach-, Daten- und Videokommunikation.