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21.03.1997 - 

Deutschland bietet für Geschäfte im Web gute Ausgangsvoraussetzungen

In Sachen Internet-Nutzung spielt die Musik in Europas Norden

Diese Zahlen gaben Klaus Krone, Vorsitzender des Fachverbandes Kommunikationstechnik im ZVEI, und Jörg Menno Harms, Vorsitzender des Fachverbandes Informationstechnik im VDMA und ZVEI, in Hannover auf der CeBIT '97 bekannt.

Auf dem Weg in die Informationsgesellschaft komme Deutschland "zügig" voran. Bei der Ausstattung mit ISDN-Anschlüssen etwa liege Deutschland weltweit an der Spitze. Es gibt auch gravierende Defizite zu vermelden: Bei der Nutzung des Internet sind die USA und in Europa die skandinavischen Länder Deutschland weit voraus.

Allerdings, sagte Harms, habe das Jahr 1996 eine Trendwende gebracht. Auch bei der Zahl der installierten Geräte wie Handys, PCs oder auch Internet-Hosts lege Deutschland "spürbar stärker zu". Die Zahl der Online-Abonnements sei erheblich gestiegen. Mittlerweile hingen in Deutschland rund 2,7 Millionen PCs am Netz, knapp eine Million mehr als noch ein Jahr zuvor.

Wie Harms weiter ausführte, seien im vergangenen Jahr in Europa über Web-Seiten Umsätze in Höhe von 740 Millionen Mark erwirtschaftet worden, achtzigmal mehr als noch 1995. Dieser Markt werde, so Harms weiter, 1997 voraussichtlich um 500 Prozent auf 3,7 Milliarden Mark steigen. Experten des European Information Technology Observatory (Eito) gehen davon aus, daß im Jahr 2000 bereits Umsätze in Höhe von 70 Milliarden Dollar im WWW erzielt werden können.

"Business on the Web" werde es aber erst dann richtig geben, so Harms, wenn im WWW die Vertraulichkeit von Geschäftsabwicklungen gewährt bleibe. Hier sei die Industrie bereits in Vorlage gegangen und biete geeignete Verschlüsselungstechnologien an.

Auch scheinen die Politiker in Deutschland gewillt, in Sachen Codierung eine Vorreiterrolle einzunehmen. So habe sich die Bundesregierung offenbar entschlossen, auf eine gesetzliche Regulierung der Kryptografie zu verzichten - ein Entschluß, zu dem sich beispielsweise die USA nicht bereit erklären wollen. Deutschland stehe mit seiner Initiative aber nicht allein, erklärte hierzu Günther Möller, Geschäftsführer des Fachverbands Informationstechnik im VDMA und ZVEI sowie Geschäftsführer des Eito. Die OECD etwa denke über die Kryprografie ähnlich wie die hiesigen Politiker.

Harms führte weiter aus, Deutschland werde in Kürze als erstes Land weltweit über ein Gesetz zur digitalen Signatur verfügen. Zu diesem sei die Bundesregierung nur zu beglückwünschen, lege es doch den Grundstein für die Rechtsgültigkeit elektronischer Unterschriften.

Der deutsche Markt für IT-Hardware expandierte nach Angaben von Harms um 4,4 Prozent auf 34 Milliarden Mark und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Die Softwarebranche konnte demgegenüber um 7,5 Prozent auf 18,4 Milliarden Mark zulegen. Am stärksten, so Harms, sei das Segment der IT-Services gewachsen - hierzu zählt er unter anderem Netzwerkdienste sowie Outsourcing- und Rechenzentrumsdienste. In diesem Marktsegment stiegen die Umsätze 1996 im Vergleich zu 1995 um neun Prozent auf 16 Milliarden Mark.